Das Coronavirus wirbelt die Reisewelt derzeit durcheinander wie kaum ein Ereignis zuvor. Reiseveranstalter, Reedereien, Airlines – sie alle müssen auf die dynamische Entwicklung der Pandemie reagieren. Am Freitagmittag kündigte auch die Deutsche Bahn ein Entgegenkommen gegenüber ihren Kunden mit. 

Wer seine Reise aufgrund des Coronavirus nicht antreten will, könne das Ticket kostenfrei in einen Reisegutschein in Höhe des Ticketpreises umwandeln. Ab Montag, 16. März 2020, sei der Umtausch möglich, so die Bahn. Das gelte für alle Super Sparpreise und Sparpreise für Reisen bis einschließlich 30. April. Um Wartezeiten in den Reisezentren zu vermeiden, sollen Kunden ihre Tickets auf digitalen Wegen umtauschen, etwa per Mail an Fahrkartenservice@bahn.de.

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Am Sonntag ergänzt die Deutsche Bahn: Bei der Umbuchung oder Stornierung müssten sich Kunden nicht beeilen: „Die Kulanzregelungen gelten noch mehrere Wochen und Erstattungen können auch nach dem gebuchten Reisetag noch eingereicht werden.“ Aufgrund der stark gestiegen Zahl der Anfragen komme es derzeit zu längeren Bearbeitungszeiten.

Zugbindung für Super Sparpreis und Sparpreis aufgehoben

Außerdem hebt die Deutsche Bahn die Zugbindung für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets auf. Wer seine Reise innerhalb Deutschlands aufgrund des Coronavirus verschieben möchte, kann das gebuchte Ticket bis zum 30. Juni 2020 flexibel nutzen.

Unabhängig davon können Reisende mit einem Flexpreis oder Flexpreis Business ihre Fahrkarten kostenlos stornieren. Diese Kunden werden gebeten, die üblichen Stornierungswege zu nutzen. 

„Bahnbetrieb so lange und so gut wie möglich aufrechterhalten“

„Die Bahn ist Teil der Lebensadern dieses Landes. Jeden Tag bringen wir Millionen von Menschen und Gütern sicher und umweltfreundlich an ihr Ziel. Deshalb wollen und werden wir unseren Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft leisten und den Bahnbetrieb so lange und so gut wie möglich aufrechterhalten“, sagte der DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz in Berlin. 

„Natürlich haben wir Verständnis dafür, wenn unsere Kunden in der aktuellen Situation ihre gebuchte Reise noch einmal überdenken wollen. Aus diesem Grund haben wir uns bei der DB entschieden, eine deutschlandweite Sonderkulanz-Regelung einzurichten.“