In der Reisebranche überschlagen sich derzeit die Ereignisse. Der Grund: die Ausbreitung des Coronavirus weltweit. Immer mehr Länder führen verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ein oder verhängen sogar Einreisestopps. Es existiert bereits eine große Liste an Ländern, in die deutschen Touristen nicht einreisen dürfen.

Den vorläufigen Höhepunkt bildet das 30-tägige Einreiseverbot für Reisende aus Europa in die USA, das US-Präsident Donald Trump am 12. März verkündete und das in der Nacht zum 14. März in Kraft tritt. Neben den Reisenden erschütterte dies auch die Airlines.

Lufthansa bietet weiterhin Flüge in die USA an

Daraufhin stampfte die Lufthansa Group ihren Flugplan massiv ein, verkündete aber: Es werde aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien weiterhin Flüge in die USA geben. 

So starten weiterhin Flugzeuge von

  • Frankfurt nach Chicago und New York-Newark
  • Zürich nach Chicago und New York-Newark
  • Wien nach Chicago
  • und von Brüssel nach Washington

Diese Verbindungen sollen auch über den 14. März hinaus im Flugplan beibehalten werden und damit zumindest einige Luftverkehrsverbindungen in die USA aus Europa aufrechterhalten. Die angeflogenen US-amerikanischen Drehkreuze sollen den Reisenden einen Anschlussflug mit der Partnerairline United Airlines ermöglichen. Alle anderen US-Flüge seien bis auf Weiteres eingestellt, darunter Abflüge aus München, Düsseldorf und Genf. 

Die Fortsetzung der Flüge macht eine Ausnahme im Dekret von Donald Trump möglich. Laut dem „aerotelegraph“ sind in Paragraf 2, Ziffer VII Crews von der Regelung ausgenommen. Zur Häufigkeit der Flüge macht Lufthansa bisher keine Angaben, ein Sonderflugplan sei in Arbeit, heißt es. Die Flugziele in Kanada seien unverändert.

American Airlines reduziert 50 Prozent der transatlantischen Flüge

Auch die Fluggesellschaft American Airlines kündigte an, die Strecken nach Europa bis zu sieben Tage weiterhin zu bedienen: „Um sicherzustellen, dass Kunden und Mitarbeiter nach den neuen US-Beschränkungen nach Hause zurückkehren können.“ 

Danach werde American Airlines die Flüge auf transatlantischen Strecken im April um 50 Prozent reduzieren. Die meisten Kürzungen sollen in der nächsten Woche beginnen und je nach Route bis Mai oder Juni andauern, heißt es auf der Seite von „The Points Guy“.

Für Deutschland ausgesetzt werden die Flüge: 

  • von der amerikanischen Stadt Charlotte in North Carolina nach Frankfurt vom 13. März bis 6. Mai
  • von Charlotte nach München vom 13. März bis 6. Mai

Davon betroffen sind zudem Flüge nach Madrid, Paris, Barcelona und in viele andere europäische Länder.

United Airlines setzen Flugplan bis 19. März fort

Die Fluggesellschaft United Airlines setzt laut „The Points Guy“ ihren regulären Flugplan bis zum 19. März fort und beginnt dann, die Flüge nach Europa zu reduzieren.

Nach dem 19. März will die Airline:

  • täglich nach Zürich, Brüssel, Paris, Amsterdam, Manchester und Edinburgh fliegen
  • mehrere Flüge nach Frankfurt und München unterhalten
  • und 18 Flüge täglich von und nach London anbieten sowie drei nach Dublin

Delta Airlines fliegt nur noch fünfmal wöchentlich nach Deutschland

Delta Airlines gab als erste große US-Fluggesellschaft Änderungen ihres europäischen Flugplans bekannt. Ab dem 14. März stellt sie vorübergehend folgende transatlantische Strecken ein: 

  • von Cincinnati Indianapolis, Salt Lake City und Raleigh / Durham nach Paris
  • von Orlando, Salt Lake City und Portland nach Amsterdam

Viele weitere Flüge werden reduziert. So wird der tägliche Service zwischen Atlanta und München vom 18. März bis 20. März bis auf fünfmal wöchentlich reduziert. Gleiches gilt für die Strecke Atlanta und Düsseldorf vom 23. März bis 20. Mai. Zudem wurden die Flüge unter anderem nach Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland und Italien reduziert. Weitere Informationen gibt es auf der Delta-Website.