Spanien ist nach Italien derzeit das von dem Coronavirus am meisten betroffene Land in Europa – nun wurde dort von der Regierung erstmals ein Gebiet in Katalonien zur Sperrzone erklärt. Demnach dürfen die rund 70.000 Einwohner der Gemeinden Igualada, Vilanova del Camí, Santa Margarida de Montbui und Òdena die Orte für die nächsten 14 Tage nicht verlassen. Sie stehen unter Quarantäne. Die Maßnahmen gelten seit dem 12. März, 21 Uhr.

Aktuelle Deals

Zahl mit Coronavirus Infizierten steigt in Igualada schlagartig an

Damit will die katalanische Regierung die Ausbreitung des Virus stoppen. Laut der spanischen Nachrichtenseite „Catalunya Press te Informa“ gilt Igualada als Epizentrum. Innerhalb von wenigen Stunden sei dort die Zahl von 20 infizierten Personen auf 58 gestiegen.

Bewohner der Gebiete veröffentlichten auf Twitter erste Bilder, auf denen menschenleere Straßen zu sehen sind. Hier ein Bild aus  Igualada:

Die Behörden empfehlen den Bürgern, zu Hause zu bleiben, obwohl es nicht verboten sei, nach draußen zu gehen. So sollten sie nur bei Notfällen oder für wichtige Erledigungen ihre vier Wände verlassen, beispielsweise für den Einkauf von Lebensmitteln oder für einen Besuch in der Apotheke. 

Zudem darf niemand mehr in die Regionen einreisen – außer zwischen 21 und 24 Uhr. Die eingereisten Personen dürfen die betroffenen Gemeinden dann allerdings nicht wieder verlassen. Ansonsten dürfe nur medizinisches Notfallpersonal in das Quarantäne-Gebiet einreisen.