Das deutsche Forschungsinstitut hat am 11. März erstmals eine unmittelbar an Deutschland angrenzende Region als Risikogebiet für das Coronavirus eingestuft, die französische Region Grand Est. Als Risikogebiet definiert das Robert-Koch-Institut Orte, in denen eine „fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann“, wie es auf der Website heißt.

Bislang waren einzelne Regionen in China und Südkorea sowie das komplette Staatsgebiet vom Iran und Italien als Risikogebiet erklärt worden. Die Region Grand Est umfasst die Gebiete Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne. Nach Angaben des örtlichen Gesundheitsamts waren bis zum Abend des 11. März 587 Personen in der Region positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Gibt es für Frankreich eine Reisewarnung?

Bislang hat das Auswärtige Amt noch keine Reisewarnung für Frankreich oder die Region Grand Est bekannt gegeben. Die neue Bewertung der Lage durch das RKI hat aber schon Auswirkungen auf das angrenzende Saarland. Wie der „Saarländische Rundfunk“ berichtet, dürfen Kinder aus Frankreich künftig nicht mehr in Kitas und Schulen der deutschen Gemeinde Wadgassen.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat immer mehr Folgen für Reisende und die Reisebranche. Airlines und Reiseunternehmen reagieren auf die Situation und fahren ihr Programm zurück und/oder bieten Urlaubern Stornierungen an. Der reisereporter gibt einen Überblick, welche Reisen kostenlos storniert werden können.