Asien: Kreuzfahrtsaison beendet

Zahlreiche Reedereien haben als Konsequenz auf den Ausbruch des Coronavirus die Asien-Saison frühzeitig beendet, darunter Tui Cruises und Aida Cruises. Zahlreiche Kreuzfahrten fallen infolgedessen aus. Etliche Länder, darunter Malaysia, die Malediven, Sri Lanka, Südkorea und Taiwan, lassen keine Kreuzfahrtschiffe mehr anlegen, berichtet „The Points Guy“.

Italien: Reedereien beobachten die Situation

Was die Lage in Italien angeht, behalten die Reedereien Tui Cruises und Aida die aktuellen Entwicklungen derzeit noch im Blick. Die italienische Reederei Costa Cruises hat die Reisepläne aller Kreuzfahrten mit Halt in Italien bis zum 3. April 2020 geändert. 

Ausflüge nach Venedig seien derzeit nicht möglich, berichtet „Seatrade Cruise News“. Italiens Innenminister habe mitgeteilt, dass Passagiere am Hafen nur von Bord gehen dürfen, um in ihre Heimatorte und -länder zurückzukehren.

Bei Tui Cruises ist noch keine Reise betroffen. Als erste Schiffe sollen am 23. April die „Mein Schiff 6“ und am 26. April die „Mein Schiff 4“ und die „Mein Schiff Herz“ in italienischen Häfen anlegen. Die Reederei beobachte die Situation genau und bereite vorsorglich Alternativen vor. Über mögliche Änderungen würden die Gäste entsprechend so schnell wie möglich informiert.

USA verhängen Einreisestopp für Reisende aus europäischen Ländern

Als erste der USA gaben die Häfen von Santa Barabara und Monterey am Montag bekannt, keine Kreuzfahrtschiffe mehr anlegen zu lassen. Am Mittwochabend ließ US-Präsident Donald Trump die Bombe platzen: Reisende aus den europäischen Schengen-Ländern dürfen vorerst nicht ins Land. Was bedeutet das für Kreuzfahrten?

Derzeit sei noch nicht absehbar, ob weitere US-Häfen Kreuzfahrtschiffe nicht anlegen lassen, berichtet „USA Today“. Die Entscheidung darüber, wann und wo ein Kreuzfahrtschiff anlegen darf, oblige der U.S. Coast Guard. Doch selbst wenn diese ein Kreuzfahrtschiff zum Anlegen freigibt, beispielsweise nachdem die Gesundheit von Passagieren in Verdachtsfällen überprüft wurde, könnten die Häfen theoretisch ihre Docks einfach nicht freigeben.

Inwieweit Kreuzfahrten in den USA in den kommenden Tagen eingeschränkt werden könnten, ist deshalb noch nicht absehbar.

Norwegen schließt Häfen in Bergen und Stavanger

Schlechte Nachricht für Reisende auf Norwegen-Kreuzfahrt: Die beliebten Stopps Bergen und Stavanger müssen vorerst ausfallen. Wie die Kommunen am Mittwoch mitteilten, dürfen die Kreuzfahrtschiffe an den Häfen von Bergen und Stavanger zwar anlegen und Vorräte aufladen. Allerdings dürften keine Passagiere von Bord gehen. Die Regelung trete sofort in Kraft.

Die „Aida Aura“ ist als erstes Kreuzfahrtschiff von dem Bann betroffen. Sie hätte am Donnerstag, 12. März 2020, von 13 bis 19 Uhr in Bergen liegen sollen. „Das Schiff wird direkt nach Hamburg fahren und dort wie geplant am Samstag, 14. März 2020, ankommen“, informiert Aida Cruises.

Auch die „Aida Cara“ hatte für die kommenden Wochen mehrere Halte in Bergen geplant. Derzeit ist allerdings noch unklar, für wie lange keine Kreuzfahrtpassagiere nach Bergen dürfen. Die Hurtigruten- und Fjord-Line-Schiffe seien von der Regelung ausgenommen.

Dafür weigern sich allerdings andere Häfen, Hurtigruten-Passagiere an Land zu lassen. Wie das norwegische „NRK“ berichtet, entschieden im Laufe des Donnerstags die Häfen von Bodø, Molde, Ålesund, Trondheim, Brønnøysund, Stokmarknes, Risøyhamn, Sortland, Svolvær, Stamsund, Hammerfest und Vardø, Einschränkungen für Kreuzfahrttouristen einzuführen.

Seychellen beenden die Kreuzfahrt-Saison

Aus Angst, dass Kreuzfahrtpassagiere das Virus ins Land bringen, lassen einige Häfen aktuell keine Kreuzfahrtschiffe anlegen. So haben unter anderem die Seychellen beschlossen, die Kreuzfahrt-Saison 2019/2020 vorzeitig zu beenden. Grund dafür sei unter anderem die rapide Verbreitung in Europa gewesen, wo die meisten Kreuzfahrt-Urlauber auf den Seychellen herkommen würden, zitiert die „Seychelles News Agency“ den Tourismusminister Didier Dogley. 

Dubai und Abu Dhabi lassen keine Kreuzfahrtschiffe mehr rein

Die Vereinigten Arabischen Emirate sperren ihre Hoheitsgewässer für Kreuzfahrtschiffe. Einzige Ausnahme: Ein Schiff befindet sich bereits in Dubai oder Abu Dhabi, dann darf es auch weiterhin innerhalb des Staatsgebietes fahren. Das berichtet „Reise vor 9“.

Die „Mein Schiff 5“ von Tui Cruises hat infolge der Ankündigung ihren Kurs auf die Insel Sir Bani Yas geändert, die ebenfalls von der Sperre betroffen ist. Am 11. und 12. März werden Seetage eingelegt, am 13. März will das Schiff nach Möglichkeit in Dubai anlegen und dort über den Landweg Ausflüge in Abu Dhabi anbieten. Die Reisen „Dubai mit Oman“ vom 16. bis 23. März 2020 sowie „Dubai bis Kreta II“ vom 23. März bis 8. April 2020 mit der „Mein Schiff 5“ wurden abgesagt. 

Die „Aida Prima“ muss die Orientsaison ab dem 13. März bis voraussichtlich 2. April 2020 unterbrechen. Darüber informierte die Reederei am Donnerstag. Grund dafür sei, dass die Häfen Dubai und Abu Dhabi nach dem 13. März vorerst keine Passagierausstiege mehr erlauben.. 

Über eventuelle Änderungen sollen die Gäste informiert werden.

Israel macht die Grenzen dicht

Seit dem 6. März können nicht israelische beziehungsweise nicht palästinensische Staatsangehörige nicht mehr aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich oder der Schweiz nach Israel einreisen. Das gilt auch für Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen. Tui Cruises geht deshalb davon aus, dass die geplanten Anläufe in Ashdod am 20. April und in Haifa am 21. April 2020 mit der „Mein Schiff 5“ ausfallen müssen (Stand: 11. März 2020). 

Jamaika verhängt Einreisesperre für Reisende aus Deutschland

Wie Tui Cruises mitteilt, kann die „Mein Schiff 1“ am 22. und 23. März 2020 nicht wie geplant in Ocho Rios und Montego Bay anlegen. Grund dafür sei die Einreisesperre, die Jamaika für deutsche Staatsbürger verhängt habe. Man arbeite dafür an einer Alternative. 

Die „Aida Diva“ kann nicht wie geplant am 15. März den Passagierwechsel in Montego Bay durchführen und weicht stattdessen auf La Romana in der Dominikanischen Republik aus. 

Weitere Karibikinseln verbieten das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen

Grenada hat seine Einreisebestimmungen verschärft. Das bekommen unter anderem die Passagiere der „Mein Schiff 2“ zu spüren, ihr Halt in St. George’s am 21. März 2020 entfällt.