Immer noch sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Grenzen gesperrt. Einige Staaten stufen Deutschland und andere Länder in Europa weiterhin als Risikogebiete ein und verwehren Touristen entweder komplett die Einreise oder verlangen eine mehrtägige häusliche Quarantäne. Der reisereporter gibt einen Überblick über Länder, in die Deutsche nicht einreisen dürfen, und Länder, in denen Deutsche in Quarantäne müssen.

Australien

Am Sonntag, 15. März 2020, gab die australische Regierung bekannt, dass ausländische Reisende ohne gültigen Aufenthaltstitel nicht mehr nach Australien einreisen dürfen. Jene, die eine Berechtigung haben, müssen dennoch in eine 14-tägige Selbstisolation. Seitdem hat sich an der Regelung nichts getan – für das Land gilt deshalb eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Bolivien

Seit dem 22. März sind die Grenzen zu Bolivien geschlossen und alle internationalen Flugverbindungen eingestellt. Auch das Reisen innerhalb des Landes ist nur eingeschränkt möglich – in einigen Regionen gelten Ausgangssperren. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft das Land als Corona-Risikogebiet ein, und es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. 

Finnland

Wer nach Finnland reisen will, sollte das Infektionsgeschehen im eigenen Land sehr genau verfolgen. Denn: Die Frage der Einreise hängt davon ab. Erlaubt ist der Urlaub nur, wenn im Heimatland der epidemiologische Grenzwert von 8 Neuinfektionen pro 100.000 Personen innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nicht überschritten wird. In Deutschland ist das aktuell der Fall (Stand: 10. September), daher dürfen deutsche Urlauber nach Finnland nicht einreisen. Es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Indien

Die indische Regierung erklärte zu Beginn der Pandemie, dass bis einschließlich 11. März ausgestellte Visa von deutschen Staatsangehörigen und anderen internationalen Reisenden ihre Gültigkeit verlieren. Alle internationalen Flüge wurden ausgesetzt, sodass derzeit eine Ein- oder Ausreise nicht möglich ist. Noch bis Ende September gilt in Indien eine Ausgangssperre. Somit besteht für das Land seitens des Auswärtigen Amts eine Reisewarnung.

Indonesien

Für alle ausländischen Touristen gilt seit dem 2. April eine Einreisesperre Indonesiens. Somit dürfen auch Deutsche nicht einreisen oder durchreisen. Das Land gilt als Risikogebiet, und es besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Israel

Das Land im Nahen Osten hat Touristen aus Deutschland bereits am 6. März mit einer Einreisesperre belegt. Die Einreise wurde seither nur noch jenen gewährt, die nachweisen konnten, dass sie ihren Lebensmittelpunkt in Israel haben. Diese müssen allerdings nach der Einreise in 14-tägige Selbstisolation. Für das Land gilt eine Reisewarnung und eine Einstufung als Risikogebiet.

Japan

Japan hat ein Einreiseverbot für Ausländer erlassen, das sich auf Menschen bezieht, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem von über 70 Ländern aufgehalten haben. Das Verbot gilt seit dem 3. April unter anderem für Europäer aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, dem Kosovo, Österreich und Polen.

Seit 1. September sind davon ausländische Staatsangehörige mit „Residence“-Status in Japan und gültiger Re-entry-permit unter bestimmten Auflagen ausgenommen. Zu den Details des Verfahrens sollten sich Reisende unbedingt auf der Website der Botschaft Japans in Berlin informieren, so das Auswärtige Amt. Japanische Staatsangehörige können weiterhin einreisen, müssen sich aber bei Ankunft zusätzlichen Tests unterziehen.

Kanada

Das nordamerikanische Land lässt seit dem 18. März nur noch kanadische Staatsbürger und Personen mit permanentem Aufenthaltsstatus ins Land. Ausnahmen gibt es für Durchreisende. Das Auswärtige Amt warnt daher vor Reisen nach Kanada, als Risikogebiet gilt es aber nicht.

Marokko

Am 15. März 2020 hat Marokko alle Flüge von und nach Deutschland sowie weiteren Ländern ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Marokko ab, die Verkehrsverbindungen nach Spanien, Italien und Algerien seien eingestellt, sämtliche Fährverbindungen für den Personenverkehr seien ausgesetzt. 

Möglich ist eine Aus- und Einreise für Personen mit Wohnsitz in Marokko und deren unmittelbare Familienangehörige (Ehepartner, Eltern und Kinder). Außerdem sollen seit dem 6. September Geschäftsreisende auf eines marokkanischen Geschäftspartners unter bestimmten Bedingungen einreisen können. Sie benötigen dafür einen negativen PCR-Test und ein serologisches Gutachten, die bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sind.

Neuseeland

Grundsätzlich sind Einreisen nach Neuseeland bis auf Weiteres verboten, Durchreisen sind unter strengen Auflagen aber erlaubt. Das Land zählt nicht als Risikogebiet, es besteht aber eine Reisewarnung.

Philippinen

Auch in den Philippinen gilt landesweit ein Einreiseverbot für internationale Touristen. Alle erteilten Visa wurden für ungültig erklärt. Für das Land besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts und eine Einstufung als Corona-Risikogebiet.

Saudi-Arabien

Der Wüstenstaat hat aufgrund des Coronavirus strenge Ein- und Ausreisebestimmungen erlassen. So dürfen Reisende aus Deutschland nicht mehr nach Saudi-Arabien einreisen. Von deutscher Seite aus besteht für das Land eine Reisewarnung, und vom Robert-Koch-Institut wurde es als Risikogebiet eingestuft.

Singapur

In dem Stadtstaat ist am 15. März ein Erlass in Kraft getreten, der Personen die Einreise verweigert, die sich in den letzten Tagen in Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien aufgehalten haben. Das gilt auch für Transitaufenthalte, beispielsweise für jene, die bei einem Flug in Singapur umsteigen. Auch Kreuzfahrtschiffe dürfen seither nicht mehr in Singapur anlegen. 

Durchreisen sind nur von Singapore Airlines, Scoot und Silk Air möglich. Für Singapur gilt eine Reisewarnung, aber keine Einstufung als Corona-Risikogebiet.

Südafrika

Alle Landesgrenzen sind in Südafrika geschlossen, eine Ein- oder Ausreise ist dementsprechend nicht möglich. Seit dem 27. März gibt es eine landesweite Ausgangssperre. Das Land gilt als Risikogebiet, und es besteht eine Reisewarnung. 

Thailand

Deutsche dürfen zu touristischen Zwecken derzeit nicht nach Thailand einreisen – für Reisende aus Japan, Singapur, Hongkong und Südkorea gibt es gelegentlich Ausnahmen. Thailand ist kein Corona-Risikogebiet, aber aufgrund der Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr besteht eine Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amts.

Ungarn

In Ungarn gelten seit dem 1. September wegen der Covid-19-Pandemie wieder neue, verschärfte Reise-Beschränkungen. Eine Einreise für deutsche Touristen ist grundsätzlich nicht mehr möglich. Das Land führt bis mindestens 1. Oktober auch wieder EU-Binnengrenzkontrollen durch, darüber informiert das Auswärtige Amt.

Einreisen dürfen nur noch ungarische Staatsangehörige oder Ausländer, die ein Aufenthaltsrecht von mehr als 90 Tagen nachweisen können. Sie müssen ein Quarantäne-Formular ausfüllen, wenn sie über den Flughafen Budapest einreisen.

USA

US-Präsident Donald Trump sperrt Menschen aus dem europäischen Schengenraum seit dem 13. März aus. Seit dem 16. März 2020 gilt das auch für Reisende aus Großbritannien und Irland. Es gibt aber Ausnahmegenehmigungen – zum Beispiel für Personen, die eine US-Staatsbürgerschaft besitzen. Zunächst sollte der Einreisestopp für 30 Tage gelten, allerdings dauert er bisher an.

Da das Coronavirus in den USA stark verbreitet ist, stuft das Robert-Koch-Institut das Land als Risikogebiet ein. Gleichzeitig gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Vietnam

Auch in Vietnam gilt für Touristen aus Deutschland beziehungsweise Reisende aus dem europäischen Schengenraum eine Einreisesperre – ähnlich wie in den USA. Ebenso sind Durchreisen untersagt. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das Land, als Risikogebiet ist es aber nicht eingestuft.

Auch hier dürfen Deutsche nicht einreisen

In die folgenden Länder ist eine Reise aus Deutschland oder mit deutscher Staatsbürgerschaft zum aktuellen Zeitpunkt stark eingeschränkt – es braucht eine spezielle Aufenthaltsgenehmigung – oder ganz verboten:

Bhutan, El Salvador, Ghana, Grenada, Guatemala, Honduras, Jordanien, Kasachstan, Kap Verde, Kolumbien, Madagaskar, Malaysia, Malawi, Marshallinseln, Mongolei, Mosambik, Nepal, Panama, Paraguay, Peru, Republik Moldau, Sri Lanka, Uganda, Ukraine, Uruguay, Venezuela

In diesen Ländern müssen Deutsche in Quarantäne

Schon bei der Reiseplanung sollten sich Urlauber über die Corona-Bedingungen im Urlaubsland informieren. So gilt Deutschland in einigen Ländern als Risikogebiet oder könnte aufgrund von steigenden Corona-Neuinfektionszahlen als solches eingestuft werden. Die Folge: Nach der Einreise müssen Reisende aus Deutschland in Quarantäne. Wo diese Regelung aktuell gilt, erfährst du im Folgenden:

Argentinien

Die argentinischen Landesgrenzen sind geschlossen. Mit einer Sondergenehmigung können Touristen aber theoretisch auf dem Luft- oder Landweg einreisen. Allerdings müssen Deutsche und alle anderen Einreisenden bei der Ankunft für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Das Auswärtige Amt warnt derzeit noch vor Reisen in das Land, das seit dem 15. Juni als Risikogebiet eingestuft ist.

Ecuador

Grundsätzlich sind die Landesgrenzen von Ecuador bis auf Weiteres geschlossen. Wer einreist, muss 14 Tage in Quarantäne, die in speziell autorisierten Hotels oder im Ausnahmefall in häuslicher Isolation verbracht werden muss.

Estland

Estland besteht bei der Einreise auf eine Quarantänepflicht, wenn Touristen aus einem Land kommen, dessen Neuinfektionen die Toleranzgrenze von 17,6  pro 100.000 Einwohner in zwei Wochen überschreitet. Da in Deutschland die Infektionszahlen diese Grenze überschritten haben, müssen Einreisende aus Deutschland ab dem 31. August  für 14 Tage in Quarantäne. Seit dem 1. September können Reisende diese aber verkürzen.

Dazu können sie direkt bei der Einreise einen Coronatest machen, das Testergebnis müssen sie in Isolation abwarten. Wenn nach frühestens sieben Tagen ein zweiter Test durchgeführt wird und dieser negativ ausfällt, können Reisende wieder normal ihrem Alltag nachgehen.

Hongkong

In die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong dürfen Deutsche ohne Aufenthaltsberechtigung nicht einreisen. Wer mit einer Aufenthaltsberechtigung nach Hongkong zurückkehrt, muss für 14 Tage in Quarantäne. Sofern alle Bedingungen stimmen, ist auch eine Durchreise über den internationalen Flughafen wieder möglich. Die Regelungen gelten mindestens bis zum 31. Dezember 2020.

Als Risikogebiet gilt Hongkong nicht, jedoch wird weiterhin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen gewarnt.

Litauen

Auch nach Litauen dürfen deutsche Urlauber eigentlich ohne Einschränkungen einreisen. Allerdings besteht bei der Einreise eine Quarantänepflicht, wenn Touristen aus einem Land kommen, dessen Neuinfektionen die Toleranzgrenze von 16 pro 100.000 Einwohner in zwei Wochen überschreiten. Seit dem 24. August müssen auch Reisende aus Deutschland deshalb in Litauen in vierzehntägige Quarantäne.

Vom Auswärtigen Amt heißt es daher: „Von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Litauen wird derzeit vor dem Hintergrund geltender Quarantäneregelungen abgeraten.“

Norwegen

Da Norwegen Deutschland zum Risikogebiet erklärt hat, gilt für Einreisende aus Deutschland ab dem 29. August eine Quarantänepflicht. Für zehn Tage müssen sich die Urlauber in einer geeigneten Unterkunft selbst isolieren. Eine Unterkunft gilt laut dem Auswärtigen Amt als geeignet, wenn der Kontakt zu Personen außerhalb des eigenen Hausstandes vermieden wird. Campingplätze gehören beispielsweise nicht dazu. 

Personen, die innerhalb der letzten sechs Monate von COVID-19 genesen sind und dies durch medizinische Dokumente nachweisen können, sind von der Quarantänepflicht ausgenommen. Die Quarantäne darf außerdem von symptomfreien Menschen zum Zweck der Heimreise abgebrochen werden.

Tunesien

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen erhöht Tunesien den Gefahrenstatus für Deutschland von „grün“ auf „orange“. Für deutsche Urlauber gilt seit dem 26. August daher eine 14-tägige Quarantänepflicht. Außerdem müssen sie einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Isolation kann um eine Woche verkürzt werden, wenn nach dem siebten Tag ein weiteres negatives Testergebnis vorliegt. Vor Reisen nach Tunesien wird seitens des Auswärtigen Amts gewarnt.