Vollkommen unerwartet teilte das Department of Homeland Security (DHS) Mitte März mit, dass der Präsident ein Präsidialdekret unterzeichnet habe, dass die „meisten ausländischen Staatsbürger, die vor ihrer geplanten Ankunft in den Vereinigten Staaten in bestimmten europäischen Ländern waren“, nicht einreisen dürfen. 

Das betreffe neben Deutschland auch die anderen Schengen-Staaten: Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien, Schweden und die Schweiz.

Einreisestopp in die USA läuft seit Mitte März

Das Dekret trat am Freitag, 13. März 2020, um 23.59 Uhr (Ortszeit Washington, D. C.) in Kraft, also am Samstag um 4.59 Uhr mitteleuropäischer Zeit. 30 Tage lang sollte das Einreiseverbot zunächst gelten. Nun hat Trump angekündigt, dass das aktuelle Einreiseverbot verlängert oder sogar verschärft werden soll. Statt nur bis zum 12. April könnte es bis mindestes 30. April andauern, vermuten Experten. Ein genaues Datum nannte Trump allerdings nicht. Mittlerweile gibt es in den USA die meisten Coronavirus-Fälle weltweit.

US-Bürger dürfen weiterhin einreisen

Das Auswärtige Amt informiert darüber, dass der Einreisestopp nicht für Personen gelte, die US-Bürger sind und einen ständigen legalen Aufenthalt in den USA haben, beziehungsweise Ehepartner, Elternteile, Kinder oder Geschwister unter 21 Jahren von US-Staatsbürgern oder Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA sind. Ausgenommen seien auch Personenen mit privilegiertem Aufenthaltsstatus als Diplomat oder Mitarbeiter Internationaler Organisationen.

Für weitere Hinweise zu den Einreisebestimmungen solle die zuständige US-Vertretung für Deutschland kontaktiert werden.

Einreisestopp sei „nötig“ für die Sicherheit der US-Bürger

„Die amerikanischen Bürger vor der Gefährdung ihrer Sicherheit zu schützen ist die wichtigste Aufgabe des Präsidenten der Vereinigten Staaten“, erklärte der stellvertretende DHS-Sekretär Chad F. Wolf diesen Schritt. „Auch wenn diese neuen Reiseeinschränkungen einige Reisende stören werden, ist diese Entscheidung nötig, um die amerikanische Öffentlichkeit davor zu schützen, dem potenziell tödlichen Coronavirus weiter ausgesetzt zu sein.“