Eigentlich sollten die Skilifte in Südtirol noch einen Monat laufen, doch nun der Hammer für Winterurlauber und Wirtschaft: Die Wintersaison ist beendet, Hotels und Skilifte in Südtirol werden ab dem 10. März geschlossen sein – das berichtet das regionale Nachrichtenportal „tageszeitung.it“.

Damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet, hat die Regierung nun drastische Maßnahmen gefasst: Das ganze Land wurde zur „roten Zone“ erklärt. Die Maßnahmen, die seit Sonntag für die Lombardei und 14 Provinzen gelten, sind seit Dienstag für das ganze Land gültig. Das heißt: Ein- und Ausreise ist nur erlaubt, wenn es wirklich wichtige gesundheitliche, familiäre oder berufliche Gründe dafür gibt.

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Südtirol: Alle Skilifte und Hotels schließen frühzeitig

Am Montag galt noch die Devise, dass die endgültige Entscheidung bei den Betrieben selbst liegt. Jetzt ist klar: Alle Skigebiete auf italienischem Staatsgebiet müssen schließen. Darüber hinaus müssen Urlauber in Italien mit weiteren Einschränkungen rechnen, unter anderem in der Fortbewegung. Insgesamt ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt, Museen sind geschlossen und öffentliche Veranstaltungen fallen aus.

Kannst du deine geplante Reise nach Südtirol oder andere Teile Italiens nun stornieren? Paul Degott, Reiserechtsanwalt aus Hannover, sagt: Ja. Allerdings gilt das nur für Pauschalreisen. Die aktuelle Situation in Italien gelte als außerordentlicher Umstand, Kunden können deshalb vom Vertrag zurücktreten. 

Bekommen Skiurlauber ihr Geld zurück?

Anders sieht das bei Urlaubern aus, die Anreise und Unterkunft individuell gebucht haben. „Unseren Betrieben empfehlen wir sich zu bemühen, den Gästen im Rahmen der Möglichkeiten Ausweichtermine anzubieten und bei Stornierungen möglichst kulant entgegen zu kommen“, so der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) Manfred Pinzger.

Unklar ist derzeit, ob Urlauber die Kosten für mehrtägige Skipässe erstattet bekommen. Im Zweifel lohnt es sich, mit den örtlichen Verkaufsstellen in Kontakt zu treten. So teilte beispielsweise der Zusammenschluss der Skigebiete von Dolomiti Superski bereits am Montag mit, dass die Skifahrer dort das Geld für Mehrtageskarten zurück erhalten. Dafür sollen sie sich mit dem Skipass an einer Verkaufsstelle melden, bei einem Onlinekauf soll der Voucher per E-Mail an info@dolomitisuperski.com geschickt werden.

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Skigebiete außerhalb Südtirols

Während für die Skipisten auf italienischen Staatsgebiet klar ist, dass sie in dieser Saison nicht mehr geöffnet werden, gibt es für die angrenzenden Skigebiete keine einheitliche Regelung. 

Als erstes Skigebiet in Tirol wird Silvretta Arena Ischgl am Samstag, 14. März 2020, den Betrieb einstellen. Darüber informiert das Portal „Tirol Info“. Weitere Skigeibete seien bislang nicht betroffen. Auch die Ein- und Ausreise nach Tirol sei problemlos möglich, ausgenommen Einreisen aus Italien.

RKI erklärt Südtirol wegen Coronavirus zum Risikogebiet

Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) die nördlichste Provinz Italiens zum Risikogebiet erklärt hatte, waren etliche Touristen vorzeitig abgereist oder stornierten ihre anstehende Reise.