Seit Tagen müssen Tausende Menschen vor der Küste Kaliforniens auf einem Kreuzfahrtschiff ausharren. Schuld ist das Coronavirus. Bei mindestens 21 Menschen an Bord der „Grand Princess“ wurde es bisher bestätigt, davon19 Crew-Mitglieder und zwei Passagiere, wie die US-Zeitung „Los Angeles Daily News“ berichtet. Am Samstag dann die Erleichterung: Der Stadtrat von Oakland lässt das Schiff anlegen. 

Wie die regionale Zeitung „San Francisco Chronicle“ berichtet, werde das Schiff am Montag am derzeit nicht genutzten Abschnitt des Hafens anlegen. Dann dauere die Ausschiffung nur noch wenige Tage. Dabei sollten zuerst die Menschen vom Schiff dürfen, die medizinische Hilfe benötigten. Alle anderen kämen vorerst in Quarantäne und würden auf das Virus getestet. Die Besatzungsmitglieder blieben demnach vorerst an Bord. 

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Zehn Passagier bei früherer Reise infiziert

Zuvor hatte US-Vizepräsident Mike Pence noch bekannt gegeben, dass insgesamt 42 Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff getestet worden waren. Es sollten sich alle der mehr als 3.500 Menschen an Bord auf das Virus testen lassen. Erst dann würden entsprechende Maßnahmen wie Quarantäne oder medizinische Versorgung getroffen werden. 

Es ist nicht das erste Mal, dass das Virus auf dem Schiff zirkuliert: Bereits im Februar hatten sich Passagiere bei einer früheren Reise angesteckt. Einer sei dabei ums Leben gekommen, mindestens neun weitere Passagiere hätten sich mit dem Coronavirus infiziert. Die „Grand Princess“ war von Hawaii auf dem Rückweg nach San Francisco. Bereits am Donnerstag wurde dem Schiff aber das Anlegen untersagt.