Dreister Betrug: Ein Mann hackte sich in eine Mitarbeiter-App von Brussels Airlines, um drei Business-Tickets von Brüssel nach New York zu ergaunern. Der Vorfall ereignete sich bereits 2016, aber jetzt muss sich der 25-Jährige für die Aktion vor Gericht verantworten.

Angeklagter soll 20.000 Euro Schadensersatz zahlen

Nach Angaben des britischen „Independent“ stornierte der Mann anschließend die Tickets, um das Geld erstattet zu bekommen. Durch eine Veränderung der URL waren diese aber auch danach noch gültig. 

Die Airline fordert von dem Angeklagten nun 20.000 Euro. Der Betrag kommt wie folgt zustande: Die Tickets hatten einen Wert von 18.000 Euro, dazu kommen noch Flughafengebühren und Kosten, die die Airline zur Sicherung des Systems aufbringen musste.

Passagier kommt mit gefälschtem Pass an Bord

Die Verteidigung sieht das allerdings anders. Sie argumentiere, dass durch den Betrug ihres Mandanten die Airline erst auf die Sicherheitslücke aufmerksam gemacht wurde.

Das Urteil in dem Fall soll am 30. März gesprochen werden. Und es ist nicht das erste Mal, dass Passagiere mit unlauteren Mitteln probieren, in ein Flugzeug zu gelangen.

Im November letzten Jahres versuchte ein Mann auf einem Flug von Barcelona nach Dublin, mit einem gefälschten Pass an Bord zu kommen. Der Betrug flog erst im Flugzeug auf, die Polizei musste den blinden Passagier aus der Flugzeug-Toilette holen.