Ein weißer, langer Sandstreifen, der das Meer kunstvoll einrahmt, du liegst auf einem Handtuch mitten im warmen Sand und genießt die Sonne, fährst ab und zu mal mit der Hand durch die Körner und beobachtest das bunte Treiben. Strandurlaub kann so schön sein. Aber glaubt man einer aktuellen Studie, könnte dieser Traum bald ein Ende haben.

Denn die Untersuchung zur „Erosion sandiger Küstenlinien“, die im Fachmagazin „Nature Climate Change“ veröffentlicht wurde, lässt eine düstere Zukunft für Strandliebhaber erahnen. 

Die Hälfte aller Strände wird verschwinden

Das Fazit der Forscher: Bis zum Jahr 2100 könnten bis zu 50 Prozent aller Strände weltweit verschwunden sein und rund 15 Prozent  bereits im Jahr 2050. Was klingt wie eine Dystopie, könnte Realität werden.

Und auch wenn die drastischen Prognosen nicht eintreffen sollten, sind sich die Forscher in einem sicher: Die Strände werden deutlich schrumpfen. Wie sehr, das kommt demnach darauf an, ob es gelingt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. 

Dabei könne bereits eine geringe Veränderung große Auswirkungen auf die Strände dieser Welt haben: „Mit der Einhaltung des Pariser Klimaabkommens könnten 40 Prozent der Auswirkungen, die wir in unserer Studie zeigen, reduziert werden“, sagt Studienautor Michalis Vousdoukas dem Sender „CNN“. 

Australien verliert zuerst seine Strände

Und was, wenn das nicht gelingt? Dann würden den Forschern zufolge deine Enkel an beliebten Reiseziele wie Miami, Barcelona oder Südafrika bald statt Sand nur noch kahlen Boden sehen, der ins Meer reicht. Am stärksten betroffen wäre laut der Studie Australien, gefolgt von Kanada, Mexiko, Chile, China, Russland, Argentinien und den USA. 

Die Forscher haben ausgerechnet, dass es insgesamt 131.700 Kilometer weniger Strand auf der Welt geben werde. Und das alles nur, weil der Meeresspiegel durch den Klimawandel steigt. Aber der Strandurlaub ist ein guter Grund, an der eigenen Nachhaltigkeit zu feilen, oder?