In Zeiten des Coronavirus gibt es verschiedene Maßnahmen, um sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Reisende sollten beispielsweise einige Hygienevorschriften einhalten. Einige Länder wollen die Ausbreitung hingegen mit Fieber-Screenings an Flughäfen stoppen. Und weil immer mehr Menschen auf ihren Urlaub verzichten, streichen selbst große Airlines wie die Lufthansa zahlreiche Flugverbindungen.

Delta nutzt ein Nebel-Verfahren im Kampf gegen das Coronavirus

Um dem Virus entgegenzuwirken, setzt die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta nun auf ein spezielles Desinfektionsverfahren. So werde das Innere von Flugzeugen, die aus Asien und Italien kommen, mit einem Nebel aus „einem hochwirksamen Desinfektionsmittel“ besprüht, heißt es auf der Website des Unternehmens. Dieses Mittel sei von der Gesundheitsbehörde EPA registriert.

Die Airline plant, die „Nebel-Technik“ auf alle internationalen Flügen auszudehnen, die in Länder fliegen, in denen das Virus gemeldet wurde. Außerdem würden Wäsche, Geschirr, Kopfhörer und Lebensmittelwagen in diesen Flugzeugen zusätzlich desinfiziert.

Lufthansa führt bei Verdacht eine spezielle Desinfektion durch

Auch die Lufthansa führt bei einem Verdacht auf eine hoch infektiöse Erkrankung eine spezielle zusätzliche Desinfektion des Flugzeugs durch, antwortet eine Sprecherin auf Anfrage des reisereporters. 

Diese erfolge gemäß einer Standard-Prozedur für „hoch infektiöse Krankheiten“ (HID) und entspräche den Behörden-Richtlinien sowie den Vorgaben der International Air Transport Association. Die spezifischen bei Lufthansa implementierten Verfahren sollen weltweit Standards gesetzt haben.

Desinfektionsmittel für Kreuzfahrtschiffe kommt aus der Lebensmittelindustrie

Laut einem Experten werden bei der Reinigung von Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen Chemikalien verwendet, die auch in der Lebensmittelverarbeitung oder im Gesundheitswesen vorkommen.

Der Nachrichtenseite „Los Angeles Times“ sagte er mit Bezug auf das Nebel-Verfahren: „Ich denke, die Fluggesellschaften sollten alles tun, was gegen die Ausbreitung hilft und die Passagiere beruhigt. Zumindest kann es das Vertrauen der Kunden stärken.“