Mehr als sieben Minuten dauerte der Ausbruch des 3.000 Meter hohen Merapi auf Java in Indonesien. Er zählt zu den aktivsten und gefährlichsten Vulkanen weltweit und ist der Grund dafür, dass der internationale Flughafen in Surakarta in Zentral-Java geschlossen werden musste, berichtet „The Jakarta Post“.

Über der indonesischen Insel liegt dichter Nebel, der Ausbruch des Vulkans hinterließ eine sechs Kilometer hohe Rauchwolke. Im Umkreis von bis zu zehn Kilometern regnete es Asche und Sand auf Java herab, wie das Portal „Volcano Discovery“ berichtet. Für den Merapi galt bereits die dritthöchste Alarmstufe, erhöht wurde sie bis zum tatsächlichen Ausbruch nicht.

Merapi auf Java ausgebrochen – Gefahr besteht weiterhin

Die Bevölkerung soll nun Ruhe bewahren, sich normal verhalten und dem Merapi nicht näher kommen als drei Kilometer. Es besteht Gefahr durch Lava und pyroklastische Ströme. Oder einfach ausgedrückt: Glutlawinen, die als heiße Gemische von Asche und Gas den Hang eines Vulkans hinunterfließen. 

Im Mai 2018 gab es die letzte Eruption. Der Vulkanausbruch war verhältnismäßig schwach, niemand wurde verletzt. Ganz anders sah das 2010 aus – beim bislang letzten großen Ausbruch des Merapi sind mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Rund 280.000 Menschen auf Java mussten ihre Häuser verlassen.

Der Merapi ist übrigens nicht der einzige Vulkan, der immer mal wieder ausbrechen könnte. In einem Überblick haben wir für dich die weltweit aktivsten Vulkane zusammengefasst.