Das Funkeln der tanzenden Polarlichter einmal vor die Linse bekommen – der Traum aller (Hobby-)Fotografen! Doch wenn du nicht einfach ein Bild mit deiner Handykamera aufnehmen willst, auf dem du hinterher nicht viel erkennst, solltest du einiges beachten.

Zwar sind in den meisten Smartphones bereits sehr gute Kameras integriert, allerdings machen diese zumeist nur tagsüber hervorragende Bilder. Da das Phänomen der Polarlichter aber nun einmal nachts auftritt, solltest du zu einer System- oder Spiegelreflexkamera greifen.

Dabei muss es nicht gleich ein Fotoapparat der Luxuskategorie sein. Der reisereporter gibt Tipps, wie das perfekte Foto der Polarlichter gelingt.

Die richtige Kamera finden

Beim Kamera-Modell hast du eine breite Auswahl an verschiedenen Herstellern und Preisklassen. Egal, für welche Kamera du dich entscheidest, du solltest bei deiner Kamera einige Einstellungen manuell vornehmen können. Dazu zählen die Blende, der ISO-Wert, die Belichtungszeit, der Fokus und der Weißabgleich. So kannst du während deiner Foto-Session auf die individuellen Lichtverhältnisse vor Ort reagieren.

Auch im hohen Norden Kanadas kannst du die beeindruckenden Polarlichter bestaunen.

Ebenfalls wichtig ist ein lichtempfindliches Weitwinkelobjektiv. Dieses Objektiv lässt sehr viel Licht hinein, was für Polarlichtaufnahmen entscheidend ist. Wie der Name schon verrät, ist ein Weitwinkelobjektiv dazu da, einen besonders großen Ausschnitt zu fotografieren – ebenfalls wichtig, denn du willst ja einen möglichst breiten Ausschnitt der Polarlichter fotografieren.

Ebenfalls ist es ratsam, auf eine Kamera zurückzugreifen, die das Fotografieren im RAW-Format zulässt. Durch die Rohdateien kannst du bestimmte Highlights später besser bearbeiten.

Professionelles Foto-Zubehör

Unabdingbar ist ein Stativ, da die Bilder aufgrund der langen Belichtungszeit sonst schnell verwackeln. Aus dem gleichen Grund solltest du dir einen Fernauslöser besorgen. Am besten einen mit Kabel, da Funkfernauslöser bei niedrigen Temperaturen schnell versagen.

Apropos Kälte: In allen Regionen, in denen die Nordlichter auftreten, wird es nachts eisig kalt, oft weiter unter null Grad Celsius. Du solltest dich also sehr warm anziehen, um mehrere Stunden in der Kälte auszuhalten. Für die Finger gibt es spezielle Handschuhe, bei denen sich die Fingerkuppen umklappen lassen, sodass du die Kamera weiterhin bedienen kannst.

Ein Muss für jeden Polarlichter-Fotografen: Ein gutes Stativ und warme Kleidung.

Bei der Bestückung der Kamera solltest du eine Speicherkarte mit viel Speicherplatz wählen – auch wenn du ein eher zurückhaltender Fotograf bist. Wenn die Nordlichter erst mal spektakulär leuchten, möchtest du so viele Bilder wie möglich machen und nicht am Ende die besten Motive verpassen, weil du nicht genügend Speicherplatz hast.

Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen solltest du zudem einen oder mehrere Ersatzakkus einpacken. Bei extremer Kälte können die Akkulaufzeiten viel geringer sein als unter normalen Bedingungen. Die Ersatzakkus solltest du am besten am Körper tragen, damit sie warm bleiben.