Dem Kreuzfahrtschiff „Sun Princess“ mit etwa 2.000 Passagieren an Bord wurde bereits in Madagaskar das Andocken verweigert, weil es zuvor in Thailand gewesen war. Auf der Insel La Réunion erhielt das Schiff der Reederei Princess Cruises am Sonntag einen extrem unschönen Empfang: Es kam sogar zu gewaltsamen Protesten!

Einwohner warfen Gegenstände in Richtung des Schiffs und der Shuttlebusse, die Passagiere aus dem Hafen Pointe des Galets in die Stadt bringen sollten. Bilder auf Twitter zeigen zuden, dass offenbar auch Gegenstände angezündet wurden. Die Polizei setzte Tränengas gegen die etwa 30 Demonstranten ein.

Gewaltsame Proteste gegen „Sun Princess“: Polizei setzt Tränengas ein

Diese wollten verhindern, dass die „Sun Princess“ anlegte, aus Angst, dass an Bord ein Mensch mit Coronavirus infiziert sein könnte. Das war jedoch gar nicht der Fall. 

An Bord des Schiffes sind vor allem Australier und Neuseeländer – und die sind ziemlich schockiert. Der Kapitän habe den Passagieren befohlen, aus Sicherheitsgründen wieder aufs Schiff zu gehen. 

„Einige waren  sehr verzweifelt, andere schäumten vor Wut, als sie zurückkamen“, sagte Rod Pascoe dem „New Zealand Herald“. Der 67-jährige Neuseeländer war mit seiner Frau an Bord des Schiffes, sie warteten während der Proteste noch auf einen Shuttlebus. „Die Menschen fürchteten um ihre Sicherheit.“

Der Kapitän habe sich entschieden weiterzufahren, berichtet die neuseeländische Zeitung. Doch auch aus dem nächsten Stopp Mauritius sei nichts geworden, die Regierung hat offenbar die Erlaubnis fürs Andocken dort zurückgezogen.

Für den Kapitän Diego Perra sei das nicht nachvollziehbar: „Es ist lange her, 30 Tage, dass wir in Thailand waren. Warum sich Mauritius so verhalten hat, ist uns ein Rätsel“, sagt er. Das Schiff ist seit dem 20. Januar auf seiner Kreuzfahrt durch den Indischen Ozean.