Auch wenn sich das Coronavirus immer weiter ausbreitet, bleiben die Grenzen in Europa geöffnet. Die Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Virus sind allerdings von Land zu Land unterschiedlich. Mit welchen Einschränkungen und vorbeugenden Maßnahmen Reisende auf der ganzen Welt rechnen müssen, erfährst du hier.

Diese Maßnahmen setzt Deutschland zur Eindämmung des Coronavirus um

In Deutschland verstärkt die Bundespolizei die Grenzkontrollen. Außerdem sind Fluggesellschaften sowie Schiffsführer verpflichtet, Krankheitsfälle vor der Ankunft am jeweiligen (Flug-)Hafen zu melden.

Passagiere, die aus China, Japan, Südkorea, dem Iran und Italien nach Deutschland einreisen, müssen Ausstiegskarten ausfüllen. Diese werden von Mitarbeitern der Fluggesellschaften verteilt und obliegen dann ihrer Verantwortung. Das hat der Krisenstab der Bundesregierung beschlossen

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Maßnahmen zu Coronavirus an Flughäfen Hannover, Hamburg, München, Berlin und Düsseldorf

Fieber-Screenings gibt es an deutschen Flughäfen bisher nicht. Auf Anfrage des reisereporters verweisen die Airports in Hannover, Hamburg, München, Berlin und Düsseldorf auf die jeweils zuständigen Gesundheitsbehörden, mit denen sie Verfahrensweisen erarbeitet hätten und bei einem Infektionsverdacht zusammenarbeiten würden. 

Bundeseinheitliche Informationstafeln würden die Passagiere an den Terminals über das Coronavirus informieren. Darauf vermerkt sind in deutscher, englischer und chinesischer Sprache Hinweise zu den Symptomen sowie Handlungsempfehlungen, falls Beschwerden auftreten. Am Flughafen Hamburg seien zusätzlich Handdesinfektionsmöglichkeiten in allen Toilettenräumen platziert und die Mitarbeiter zu verschäften Hygienemaßnahmen angehalten.

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Sprecher verrät: So würde der Flughafen Düsseldorf auf einen Coronavirus-Fall reagieren

„Am Flughafen in Düsseldorf finden regelmäßig Einsatzübungen mit verschiedenen Szenarien rund um den Umgang mit infektiösen Passagieren statt, um im Ernstfall routiniert Maßnahmen ergreifen zu können“, teilt Pressesprecher Nicolas Berthold dem reisereporter mit.

Dabei seien die Abläufe klar geregelt und alle Beteiligten würden Hand in Hand zusammenarbeiten. Sollte sich ein Verdachtsfall an Bord einer Maschine Richtung Düsseldorf befinden, würde der Pilot einen entsprechenden Hinweis an die Flugsicherung oder den Airport geben.

Der Flughafen würde umgehend das Gesundheitsamt informieren und die entsprechende Maschine später in einem separaten Bereich platzieren. Nur der Notarzt beziehungsweise die Feuerwehr käme in Schutzkleidung in das Flugzeug.

Zur kurzfristigen Behandlung gibt es am Airport einen Sonderabfertigungsbereich nahe der Feuerwehr. Für Quarantäne-Maßnahmen würden Not- oder Verdachtsfälle aber grundsätzlich in die nahe gelegene Uniklinik gebracht werden. Auch diese Quarantäne-Maßnahmen obliegen dem städtischen Gesundheitsamt. 

Eine ähnliche Vorgehensweise findet einem Sprecher zufolge auch im Flughafen Berlin statt. Erst vor kurzem hätten alle Beteiligten diese Abläufe bei einem simulierten Ebula-Einsatz geübt.

Trump kündigt Fieber-Screenings wegen Coronavirus in den USA an

Dem US-Präsidenten Donald Trump genügen Informationstafeln und Ausstiegskarten nicht. Er hat über Twitter angekündigt, dass die USA die Überprüfungsverfahren für Reisende aus Ländern mit einem „hohen Risiko“ für das Coronavirus verstärken werden.

Ankommende aus ausgewiesenen Hochrisikoländern sollen bei ihrer Ankunft in Amerika per Fieber-Screening überprüft werden, auch wenn ein solches bereits am Abflugort durchgeführt worden sei. Bisher war dies nur bei Reisenden aus China der Fall.

Screening für Passagiere aus Italien, Südkorea und dem Iran in den USA

Ab sofort müssen sich auch Urlauber aus Italien, Südkorea und dem Iran dem Screening unterziehen. Die Passagiere werden bei ihrer Ankunft auf Symptome des Coronavirus hin untersucht. Außerdem müssen sie sich einer Temperaturmessung unterziehen und einen Fragebogen zu Symptomen ausfüllen.  

Trumps Ankündigung folgte, nachdem es in den USA den ersten bestätigten Todesfall aufgrund des Coronavirus gegeben hatte. Laut dem Nachrichtensender „NBC News“ handelte es sich bei dem Opfer, um einen etwa 50-jährigen Mann aus dem US-Bundesstaat Washington, der sich mit dem Virus infiziert hatte.

Gesundheitskontrollen in Italien, Kroatien, Moldawien und Bulgarien

Seitdem in Italien mehrere Städte aufgrund des Coronavirus abgeriegelt worden sind, müssen Reisende in dem Land mit Gesundheitskontrollen am Flughafen rechnen. Auf der Website des Auswärtigen Amt heißt es: „An Flughäfen und Häfen, aber auch im Überlandverkehr in Regionen mit festgestellten Infektionsfällen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt. Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe sind regulär in Betrieb.“

Ähnliche Verfahren gibt es für alle Passagiere aus Italien und China in der Slowakei, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kroatien, Moldawien, Bulgarien, Albanien und der Türkei. In Polen müssen Personen, die aus China, Hongkong, Italien, Korea oder Macau einreisen, lediglich eine Gesundheitserklärung ausfüllen. Und Prag hat separate Tore für alle Passagiere aus Italien oder China ausgewiesen.

Reisende aus China und Italien haben in diesen Ländern Einreiseverbot

Auf der Website der International Air Transport Association (IATA) sind Länder aufgeführt, in denen Beschränkungen für Reisende bestehen. Besonders schlechte Karten zur Einreise haben Urlauber, die aus China kommen, in Australien, auf den Bahamas, auf vielen karibischen Inseln, in Indien, Indonesien, Madagaskar, Malaysia, Neuseeland, den Philippinen, Singapur, der Türkei und Vietnam.

Jeder, der kürzlich in Italien war, hat laut der IATA unter anderem Einreiseverbot für Aruba, die Cookinseln, Fidschi, Israel, Jordanien, Libanon, Mauritius, Mongolei, St. Lucia und die Seychellen.