1. Stadtmauer Templin

Sie ist schon ein echter Hingucker, die Stadtmauer in Templin. Der fast komplett erhaltene Wall ist knapp 800 Jahre alt. Er wurde aus Feldsteinen errichtet, zwischen dem Beton findest du auch einen Mahlstein aus der Bronzezeit.

Das und mehr erfährst du auf kleinen Tafeln rund um die Stadtmauer, die liebevoll die Templiner Geschichte erklären. Die Stadtmauer hat drei Tore, das schönste ist definitiv das Berliner Tor. Falls du Sehnsucht nach Berlin hast, kannst du dich immerhin mit dem Namen trösten!

Übrigens: Die Perspektive aus der Martin-Luther-Straße eignet sich hervorragend für ein schönes Instagram-Bild.

Die mittelalterliche Stadtmauer erinnert an Szenen aus „Game of Thrones“.

2. Wild-West-Stadt „El Dorado“

Es ist schon freaky, was hier abgeht: Wo früher ein deutsch-sowjetisches Ferienlager war, wird heute amerikanische Kultur gefeiert. In der Westernstadt El Dorado Templin schlendert man auf einer staubigen Straße zwischen Holzhäusern, Pferdekutschen und Stallburschen.

Auch du man nicht unbedingt auf Stuntshows, Schreckschusspistolen, Steakscheiben im Saloon oder Cowboy und Indianer stehst, ist die Siedlung auf jeden Fall sehenswert. Vor allem für Kinder wird viel geboten: Schminken, Stunt-Shows, Lagerfeuer und Lassowerfen.

Zwischen all den Fake-Cowboys und Knallpistolen arbeitet hier auch ein echtes Stück Wilder Westen, ein Mann namens Kendall Old Elk. Er stammt von den Apsaalooké, einem nordamerikanischen Indianerstamm und ist für den anspruchsvolleren Teil des Programms verantwortlich. Er lehrt indianische Tänze und setzt sich gegen Stereotypen ein.

So lernt man, dass es unhöflich ist, indianische Frauen als „Squaw“ zu bezeichnen, da es das Wort für das weibliche Geschlechtsorgan ist. Autsch!

El Dorado Templin | Adresse: Am Röddelinsee 1, 17268 Templin | Öffnungszeiten: Samstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Tipp: Da die Öffnungszeiten von Saison zu Saison variieren, schau vor deinem Besuch am besten online nach (siehe Link oben)

Durch die Uckermark weht ein Hauch von Wildem West.

3. Jüdischer Friedhof

Wusstest du, dass es in Templin früher eine aktive jüdische Gemeinde gab? Etwas versteckt auf einem kleinen Hügel vor dem Berliner Tor liegt der jüdische Friedhof Templin.

Der Durchgang befindet sich vor einem Haus mit roter Fassade und Kleingärten. Das Tor zum Friedhof ist offen, zögere nicht, einfach hineinzugehen! Leider ist wenig über das Schicksal der Verstorbenen erklärt.

Tipp: Um mehr zu lesen, geh zurück auf die Bahnhofstraße. Ein Stück weiter nach rechts findest du ein Denkmal mit einigen Geschichten. Es soll in der Nähe des Berliner Tores sogar eine Synagoge gegeben haben.

Jüdischer Friedhof | Adresse: vor dem Berliner Tor, gegenüber der Bahnhofstraße, 17269 Templin | Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet

Zugegeben, Sightseeing auf einem Friedhof hat etwas Morbides. Doch kann auch lehrreich sein! Passende Informationen zu deinem Rundgang auf dem Jüdischen Friedhof in Templin findest du am Jüdischen Denkmal in der Bahnhofstraße.

4. Museum für Stadtgeschichte Templin

Bartträger aufgepasst! Im Museum für Stadtgeschichte Templin gibt es tatsächlich kleine Tässchen mit einem Bartschutz vor heißen Dämpfen – findest du sie? Ansonsten ist das Museum recht überschaulich, Kulturmuffel sind in etwa zehn Minuten durch.

Das Museum ist komplett saniert, wenn du Glück hast, führt dich eine nette Mitarbeiterin durch die Ausstellung und erzählt dir etwas über Templin.

Es gibt übrigens auch eine Holzklapper, mit der früher Wildschweine durch den Wald gescheucht wurden. Das Nachahmen lässt du am besten sein, sonst könntest du Probleme mit dem Naturschutz bekommen.

Museum für Stadtgeschichte Templin | Adresse: Prenzlauer Tor, 17268 Templin | Öffnungszeiten: Mai bis September: Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr. Oktober bis April: Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 15 Uhr

Im Stadtmuseum entdeckst du Spannendes zur Geschichte Templins, aber auch Kuriositäten – wie diese Bart-Tassen.

5. Fachwerkhäuser in der Rühlstraße

Ein echter Hingucker sind die Fachwerkhäuser in der Rühlstraße, die mit ihren bunten Fassaden im Herbst einen schönen Kontrast zum Gold der Baumkronen bieten. In der Rühlstraße soll es ein Haus geben, in dem der Besitzer das Licht immer anlässt, damit man reinschauen kann – besonders schön in der Adventszeit.

Für die richtige Instagramperspektive musst du ein wenig laufen, um lästige Straßenschilder und Autos aus dem Bild zu bekommen.

Schönes Fachwerk gibt es auch am Ende der Martin-Luther-Straße. Und es werden immer mal wieder ein paar neue Häuser in Templins Innenstadt restauriert.

In der Rühlstraße befinden sich die ältesten Fachwerkhäuser von Templin.

6. Sonnenuntergang am Röddeliner See

Keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber absolut sehenswert: So richtig romantisch wird es beim Sonnenuntergang an der Badestelle „Hindenburg“ (gleich neben der Westernstadt El Dorado) am Röddeliner See. Passend zum Sonnenuntergang solltest du eine Flasche Wein und ein Teelicht nicht vergessen.

Röddeliner See, Badestelle Hindenburg | Adresse: Weg zum Röddelinsee 1, 17268 Templin, Ortsteil Hindenburg

7. Lost Place: Stasihotel Buchheide

Es hat ein bisschen was von Apokalypse: Im Osten der Stadt liegt eine Ruine mit düsterer Atmosphäre. Das Stasihotel Buchheide wurde kurz vor dem Mauerfall als Wellnesshotel für Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes geplant, aber nie fertiggestellt. Ein Must-See für alle, die auf Lost Places stehen!

Lost Place Stasihotel Buchheide | Adresse: Zur Buchheide, 17268 Templin

8. Sankt-Maria-Magdalena-Kirche

Die evangelische Sankt-Maria-Magdalena-Kirche liegt im Zentrum der Altstadt von Templin und stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Auch wenn es eng und die Stufen zahlreich sind, lohnt sich der Aufstieg auf den Turm der barocken Kirche: Aus 70 Metern Höhe siehst du die Stadtmauer und die Dächer Templins bis zu den Seen in der Umgebung.

Sankt-Maria-Magdalena-Kirche | Adresse: Martin-Luther-Straße, 17268 Templin | Öffnungszeiten Turm: Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr oder nach Voranmeldung bim Kirchenverein | Kontakt: Telefon 03987/7142 oder via ev.kirche.templin@t-online.de

Vom Turm der Kirche aus hast du eine tolle Aussicht über die Stadt und kannst in der Ferne sogar die umliegenden Seen erblicken.

9. Mini-Weihnachtsmarkt mit Charme

Einen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt mit Holzbuden und regionalen Produkten gibt es Mitte Dezember auf dem Templiner Markt. Das Highlight ist der Märchenwald mit Figuren und Bäumen für Kinder. Die 20 Meter hohe Eiche auf dem Markt ist dann komplett geschmückt.

Ein Stückchen weiter im Boitzenburger Marstall gibt es auch Kunsthandwerk. Wenn du zuerst in den Nachbarort fährst, kannst du später ohne Sorge den Glühwein in Templin genießen.

Weihnachtsmarkt Templin | Adresse: Marktplatz Templin, 17268 Templin | Wann: 13. bis 22. Dezember, Montag bis Freitag von 14 bis 22 Uhr, Samstag von 10 bis 22 Uhr, Sonntag von 12 bis 20