Von solchen Verbindungen können deutsche Bahnreisende nur träumen: Der japanische Schnellzug Shinkansen benötigt aktuell von der Haupstadt Tokio ins mehr als 500 Kilometer entfernte Osaka nur zweieinhalb Stunden. Doch  das ist dem japanischen Bahnunternehmen „Japan Railways Group“ nicht schnell genug.

Wie das Portal „Matador Network“ berichtet, arbeitet das Unternehmen aktuell an einem Zug, der die beiden Städte in etwas über einer Stunde verbindet. Die Maximalgeschwindigkeit des neuen Zuges soll mehr als 500 Kilometer pro Stunde betragen. So könnten Touristen wie Einheimische die Küstenstadt im Südwesten Japans in der Hälfte der Zeit erreichen. 

Das Rekordtempo soll mit einer reinen Magnetschwebebahn erreicht werden. Die neue Linie „Linear bullet train“ soll die ersten Meter normal mit Rädern fahren und wenn sie genug Geschwindigkeit erreicht hat, zehn Zentimeter über dem Boden schweben.

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Im Video: Simulation der neuen Magnetschwebebahn

Der aktuelle Shinkansen wurde zu den Olympischen Spielen in Tokio 1964 entwickelt. Dieser erreicht Spitzengeschwindigkeiten von über 320 Kilometern pro Stunde. Die Zugreihe ist heute nach mehr als 50 Jahren immer noch in Betrieb. Sie war zudem Vorbild für Schnellzüge überall auf der Welt.

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Bahn-Fans müssen sich gedulden

Das Projekt soll Schätzungen zufolge 50,5 Milliarden US-Dollar kosten. Grund dafür sind die umfangreichen infrastrukturellen Maßnahmen, die für die neuen Züge gebaut werden müssen. 86 Prozent der Strecke soll unter der Erde verlaufen, um der Gefahr von Erdbeben aus dem Weg zu gehen.

Und Bahnfans brauchen Gedulg: Die Strecke soll erst 2037 in Betrieb gehen. Immerhin schon zehn Jahre früher soll die Strecke von Tokio in die Hafenstadt Nagoya fertig sein. Diese soll in 40 Minuten erreicht werden (aktuell braucht der Shinkansen dafür 1,5 Stunden).

Nachtzug-Fans kommen auch in Japan auf ihre Kosten

Nicht erst in der fernen Zukunft, sondern bereits im Hier und jetzt können Bahnfans die Nachtzüge genießen. Zum Beispiel den „Sunrise Izumo“, der von Tokio nach Izumo fährt. Nachtzüge erlebten in den letzten Jahren auf der ganzen Welt eine kleine Renaissance. 

Falls du dich fragst, wo auf der Welt das Nachtzugnetz wie gut ausgebaut ist, hat der Architekt Jug Cerovic eine Webseite mit den wichtigsten Nachtzugverbindungen der Welt erstellt. Der reisereporter hat mit ihm über sein Projekt gesprochen.