Erster Tag am Urlaubsort, viel Neues gesehen und viel Tolles entdeckt und jetzt freust du dich nur noch auf eine erholsame Nacht im Hotelzimmer. Und dann versuchst du einzuschlafen – vergeblich. Wenn es dir schon einmal so erging, dann gehörst du zur großen Mehrheit der Reisenden, die unter dem „First-Night-Effekt“ leiden.

Das Phänomen ist so verbreitet, dass sich Forscher bereits damit beschäftigt haben, woran das eigentlich liegt. Und – wer hätte es gedacht – unsere Gene sind schuld. Da wir nämlich in einer unbekannten Umgebung sind, ist unser Gehirn quasi durchgehend in Alarmbereitschaft. Eigentlich logisch, dass Abschalten da alles andere als leichtfällt.

Damit du beim nächsten Urlaub trotzdem gut schlafen kannst, haben wir dir ein paar Tipps für einen besseren Schlaf in fremden Betten rausgesucht. 

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1. Handy und Laptop sind tabu

Digital Detox light: Im Bett noch schnell die Nachrichten checken und dann seelenruhig einschlafen? Funktioniert wohl nur in den seltensten Fällen. Denn das blaue Licht von Smartphone und Laptop aktiviert das Gehirn und hält dich dadurch auch nachhaltig wach. Deshalb gilt: Etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen Handy weglegen, Laptop ausmachen und stattdessen ein gutes Buch lesen.

2. Fenster auf und durchatmen

Wer gut schlafen will, der sollte auf eine angenehme Raumtemperatur achten. Klar, die ist erst mal individuell. Aber Schlafforscher haben die perfekte Temperatur für erholsamen Schlaf etwas eingeschränkt: Sie liegt zwischen 16 und 20 Grad.

Wichtig dabei ist allerdings auch, dass laute Klimaanlagen und die Heizung möglichst nicht eingeschaltet sind. Stattdessen öffne lieber ein Fenster. Dann ist es auch gleich viel verlockender, sich ins wärmende Bett zu kuscheln.

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3. Salat statt Burger und Pommes

Wenn der Körper viel Arbeit hat, dann kann auch dein Geist nicht zur Ruhe kommen. Eigentlich logisch also, dass ein Burger am Abend oder eine Tüte Chips zum Film nicht unbedingt ratsam sind.

Stattdessen lieber einen frischen Salat oder eine leichte Suppe essen. Spätestens am nächsten Morgen, wenn du erholt aufwachst, wirst du dir dafür danken, auf die abendliche Sünde verzichtet zu haben. 

4. Die Gewohnheit macht’s

Vielleicht hast du zu Hause ja Rituale vor dem Schlafengehen? Etwa ein Buch lesen, eine gewisse Reihenfolge im Bad oder eine heiße Milch mit Honig, die deinem Körper signalisiert: „Jetzt ist Schlafenszeit.“ Wenn du es schaffst, diese Gewohnheiten auch im Urlaub weiterzuführen, dann wird sich dein Körper auch dort daran erinnern und du wirst am Ende besser schlafen.

5. Nimm dein Kissen mit

Es gibt auch einen Trick, mit dem du deinem Gehirn Sicherheit und Geborgenheit vorgaukeln kannst: Pack dein Kissen ein. Es ist genau auf deinen Kopf eingespielt und riecht nach den eigenen vier Wänden. Das bietet sich übrigens besonders an, wenn du auf einer Rundreise in mehreren Hotels die erste Nacht durchmachst – oder mit deinem Kissen eben durchschläfst. 

6. Gedankenkarussell? Schreib’s auf

Die Reise inspiriert und begeistert dich so sehr, dass der Kopf im Bett einfach nicht still sein will? Dann Licht an und aufschreiben, was in deinem Kopf vorgeht. So sortierst du zum einen deine Gedanken und schiebst sie erst mal weg von dir. Denn auf dem Zettel sind sie sicher aufbewahrt – und das merkt auch dein Gehirn und gibt Ruhe. 

7. Langeweile ist der Schlüssel

In weiser Voraussicht auf einen anstrengenden Tag hast du dich bereits früh ins Bett gelegt und versuchst nun, schnellstmöglich einzuschlafen. Das ist bereits Fehler Nummer eins. Denn nur wenn du wirklich müde bist, solltest du ins Bett gehen. Alles andere setzt Körper und Geist unter Druck und erhöht dadurch auch die Aktivität wieder. Also lieber aufstehen und gepflegt langweilen. Wie das geht?

Ohne Handy und Laptop, dafür aber mit einem Tee oder einer heißen Milch mit Honig. Und dann heißt es: Ins Leere schauen und warten, bis die Müdigkeit einsetzt. Und die wird kommen, versprochen.