Täglich melden neue Regionen und Urlaubsländer Coronavirus-Fälle. In Italien – dem in Europa am stärksten betroffenen Land – hat das Robert Koch Institut am Mittwochabend auch Südtirol als Risikogebiet eingestuft. Und auch das Auswärtige Amt rät von Reisen in die norditalienische Region ab.

Bereits seit längerem gelten die Region Emilia-Romagna, Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Hochburgen für das Virus. Viele der Betroffenen sind Touristen, die in der Region Lombardei unterwegs waren und so Covid-19 ins eigene Land brachten.

RKI-Präsident Professor Wieler sagte laut einem Bericht der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“: „Ein Drittel der Fälle, die aus Italien nach Deutschland getragen wurden, kommen aus Südtirol! Derzeit sind es 36 Fälle.“

Was das Coronavirus für Urlauber in Italien bedeutet, erfährst du in unserem großen Überblick.  

Ein erster Patient: Mann in Südtirol hat das Coronavirus, zeigt aber keine Symptome

Als ersten Patienten in Südtirol meldete die Agentur für Bevölkerungsschutz einen jungen in Südtirol ansässigen Mann. Zwei von drei Tests auf das Coronavirus fielen positiv aus. Da der erste Test negativ verlief, sprachen die Behörden zunächst von einem wahrscheinlichen Fall von Coronavirus-Infektion.

Hat das Coronavirus Auswirkungen auf den Ski-Urlaub in Südtirol?

Grundsätzlich sind Behörden und Krankenhäuser in Tiroler Skigebieten infolge der Ereignisse in Norditalien auf Infizierte vorbereitet, heißt es in einer Pressemitteilung von Tirols Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Rückkehrer, die dort zum Beispiel im Skiurlaub waren, sollen sich aber genau beobachten auf grippeähnliche Symptome.

Können Reisen dorthin nun kostenlos storniert werden? Tatsächlich können sich Pauschalurlauber nach der Einstufung des RKI und dem Hinweis des Auswärtigen Amtes, dass nicht erforderliche Reisen nach Südtirol verschoben werden sollten, nach Angaben des Reiserechtsanwaltes Paul Degott auf „außergewöhnliche Umstände“ berufen und kostenlos vom Vertrag zurücktreten. Individualreisende, die zum Beispiel mit dem Auto anreisen, sind auf die Kulanz der Betreiber angewiesen.