Das Coronavirus breitet sich immer mehr auch in beliebten Urlaubsregionen aus. Seit Montagabend gilt ganz Italien als „rote Zone“, am Dienstag stuft das Robert-Koch-Institut Italien als Risikogebiet ein und das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen ab.

Als erste Reedereien sagen Viking Cruises und Princess Cruises vorerst alle Kreuzfahrten für März und April ab. Tschechien führt wieder Grenzkontrollen ein und die USA haben eine Einreiseverbot für Reisende aus Europa verhängt.

Kurz: Die Situation ist denkbar unvorhersehbar. Du bist trotzdem derzeit unterwegs oder startest bald in den Urlaub? Hier erfährst du, wie du dich auf Reisen vor einer Infektion schützen kannst:

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Coronavirus: Gründliches Händewaschen schützt Reisende vor einer Infektion

Ob nun im Flugzeug, auf dem Kreuzfahrtschiff oder im Hotel im Urlaubsort – überall, wo viele Menschen aufeinandertreffen, besteht die Gefahr einer Infektion mit Corona-, Grippe- oder Erkältungsviren. Weil sich die Krankheitserreger durch Tröpfcheninfektion verbreiten, kann eine kranke Person durch Niesen und Husten die Viren verbreiten. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, sind daher besondere Hygienemaßnahmen wichtig.

Hände gründlich und regelmäßig waschen steht ganz oben auf der Liste. Denn: Sie kommen am häufigsten mit Keimen in Kontakt. Von der Klinke im Flugzeugklo bis hin zur Salat-Zange beim Hotelbuffet – alles, was angefasst wird, kann Krankheitserreger übertragen. 

Das Händewaschen mit Seife von etwa 30 Sekunden Dauer unterbindet einen möglichen Übertragungsweg. Sowohl die Handinnenflächen als auch der Handrücken, die Fingerspitzen und -zwischenräume gilt es einzuseifen. Solltest du keine Waschmöglichkeit zur Verfügung haben, dann solltest du vermeiden, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren. 

Beim Reisen Abstand zu anderen Menschen in der U-Bahn halten

Etwas schwieriger wird es im Urlaub, große Massen an Menschen und engen Kontakt zu vermeiden. Vor allem bei Städtetrips treffen viele Menschen in der U-Bahn aufeinander. Trotzdem solltest du versuchen, möglichst einen Abstand von ein bis zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten, das empfiehlt die Seite „Infektionsschutz.de“.

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Außerdem warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davor, rohe Eier und rohes Fleisch zu essen, sowie vor ungeschütztem Kontakt mit lebenden Wild- oder Nutztieren.

Händewaschen und Abstand von anderen Personen halten verringert das Inflationsrisiko.

Verdacht auf Coronavirus? Hier findest du das zuständige Gesundheitsamt

Reisende, die erste Grippe-Symptome zeigen und bei sich das Coronavirus vermuten, sollten sich mit dem zuständigen Gesundheitsamt ihres Reiseortes in Verbindung setzen. Dieses lässt sich mit einem Tool des Robert-Koch-Instituts herausfinden. 

Treten Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall nach einer Italien-Reise auf, sollten Rückkehrer unbedingt in ihrer Hausarztpraxis anrufen oder den  kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 kontaktieren.

Richtiges Husten und Niesen schützt andere Urlauber vor Viren

Außerdem sollten Infizierte beim Niesen und beim Husten darauf achten, keinen Speichel und kein Nasensekret in der Umgebung zu verteilen. Der Infektionsschutz empfiehlt, in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge zu niesen und zu husten und sich von anderen Personen wegzudrehen. Ein eng anliegender Mund-Nasen-Schutz hilft zusätzlich vor einer möglichen Verbreitung von Viren.

Mund-Nasen-Schutz sorgt für falsches Sicherheitsgefühl vor Coronavirus 

Hinreichende Belege, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, eine gesunde Person vor einer Ansteckung schützt, gibt es allerdings nicht. Nach Angaben der WHO könnten solche Masken sogar ein trügerisches Sicherheitsgefühl erzeugen, wodurch Hygienemaßnahmen schneller vernachlässigt werden.