Das Coronavirus führt auf der Kanaren-Insel Teneriffa dazu, dass knapp 1.000 Hotelgäste festsitzen. Ein Urlauber aus Italien wurde positiv getestet – er hatte im „H10 Costa Adeje-Palace“ im Süden der Insel gewohnt. Daraufhin wurde das Hotel unter Quarantäne gestellt. 

Der Tourist, der aus der Lombardei stammt, der am vom Virus meisten betroffenen Region Italiens, hatte sich selbst ins Krankenhaus begeben, nachdem er Fieber und Husten bekommen hatte. 

Hotel unter Quarantäne: Gäste sollen auf Corona getestet werden

Nachdem ein erster Test positiv war, wurde das entsprechende Sicherheitsprotokoll aktiviert, teilte das Gesundheitsministerium auf Twitter mit. Das Hotel „H10 Costa Adeje Palace“ in der Gemeinde Adeje im Süden Teneriffas wurde unter Quarantäne gestellt. 

Das Vier-Sterne-Hotel der Kette H10 verfügt über knapp 500 Zimmer, vier Swimmingpools, Restaurants, einen Spa-Bereich und ein Fitnessstudio. Aktuell machen dort knapp 1.000 Menschen Urlaub – und sitzen nun fest. Bei Menschen, die möglicherweise Kontakt mit dem Infizierten hatten, sollen ebenfalls auf das Virus getestet werden. 

Gäste müssen in Hotel bleiben: Polizei bewacht Gebäude

Gäste berichten davon, dass sie im Hotel bleiben müssten. „Wir haben keine andere Informationen erhalten als ein Stück Papier, das unter der Tür hindurchgeschoben wurde“, sagte ein Urlauber aus Großbritannien gegenüber dem Sender „Sky“.

Dabei handle es sich lediglich um ein weißes Blatt mit folgendem Hinweis: Der Sender veröffentlichte die Info, die lautet: „Liebe Gäste, Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass das Hotel aus gesundheitlichen Gründen geschlossen wurde. Bis zur Warnung der Sanitärbehörden müssen Sie in Ihren Zimmern bleiben.“ 

Der reisereporter hat die Hotelkette H10 kontaktiert – eine Stellungnahme steht noch aus. Bilder aus den Sozialen Netzwerken zeigen aber, dass sich die Gäste inzwischen offenbar frei auf dem Gelände bewegen dürfen und Essen kommen. 

Videos zeigen Situation vor dem Quarantäne-Hotel

Videoaufnahmen von Gästen außerhalb des Hotels zeigen, dass der Eingang mit Flatterband abgesperrt ist. Etliche Urlauber stehen dafür, viele tragen einen Mundschutz. Auch Polizeibeamte sind vor Ort.