Immer wieder zieht es Wanderer zu dem rostigen Linienbus aus dem Buch und dem gleichnamigen Kinofilm „Into the Wild“. Sie wollen auf den Spuren des Aussteigers Christopher McCandless wandeln, der Anfang der Neunzigerjahre in der Natur leben wollte, dann aber in der Wildnis verhungerte.

Erst im Juli 2019 war eine junge Weißrussin auf dem Weg zurück von dem verlassenen Bus in einem Fluss ertrunken. Nun mussten die Alaska State Troopers gleich fünf Menschen vor Erfrierungen retten.

Polizei rettet Tourist 20 Kilometer vom „Into the Wild“-Bus entfernt

Laut Angaben der Polizei rettete sie die Reisenden aus Italien aus einem selbst errichteten Lager etwa 20 Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt. Die Touristen befanden sich bereits auf dem Rückweg, nachdem sie den Bus besucht hatten. Aufgrund eines medizinischen Notfalls alarmierte die Gruppe ihre Retter mithilfe eines satellitengestützten Notfallgeräts.

Wanderer hat Erfrierungen an Füßen und muss ins Krankenhaus

Denn: Einer der Pilger hatte Erfrierungen an den Füßen. Er wurde nach der Rettungsaktion zur Behandlung in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Die Verletzungen seien einem Polizeisprecher zufolge nicht lebensbedrohlich, heißt es in dem amerikanischen Nachrichtenmagazin „Time“. Für die anderen Wanderer ging der Ausflug anscheinend glimpflich aus. Sie seien von Freunden in der Stadt Healy abgeholt worden.

Deutsche ebenfalls von Polizei in Alaska gerettet

Ähnlich viel Glück hatten drei Deutsche im Jahr 2013. Um den Bus zu erreichen, versuchten sie, einen Fluss zu überqueren, jedoch machte das schnell fließende Wasser diesen unpassierbar. Als sie von ihrer Wanderung nicht zurückkamen, alarmierte ein Anwohner, der von der Tour wusste, die Polizei. Diese rettete die jungen Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren per Helikopter.