Mehr als zwei Wochen lang mussten Passagiere und Crew-Mitglieder des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ im Hafen von Yokohama in Quarantäne ausharren, bevor erste Urlauber endlich an Land durften. Nachdem kürzlich der Verdacht auf Fehler bei der Quarantäne aufkam, ist nun der sechste Mensch an dem Coronavirus auf dem Kreuzfahrtschiff gestorben.

Bei dem Opfer handelt es sich laut einem Bericht der britischen Zeitung „Mirror“ um einen Briten. Nur weniger Stunden zuvor berichtete die Zeitung von dem Tod einer 70-jährigen Japanerin, die sich ebenfalls auf dem Schiff befand. Das Gesundheitsministerium untersucht die Infektionswege.

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Experten bezeichnen das Schiff als Virus-Brutkasten

Die Toten gehörten zu den inzwischen mehr als 700 bekannten Infizierten auf dem mit rund 3.700 Passagieren und Besatzungsmitgliedern besetzten Kreuzfahrtschiff. Laut offiziellen Angaben befanden sich weitere 26 Personen in einem ernsthaften Zustand.

Nirgends außerhalb des chinesischen Festlands sind mehr infizierte Menschen gezählt worden als auf der „Diamond Princess“. Experten bezeichneten deshalb das Schiff als Virus-Brutkasten. Unter Quarantäne wurden jeden Tag neue Fälle gezählt.