Heute Shopping in Dubai, morgen Entspannen am Pool auf Bali und danach geht es weiter nach Neuseeland, wo du den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein genießt. Wer hat nicht schon einmal vom Leben als Globetrotter geträumt, der die Welt bereist?

Ganz so unrealistisch ist das Szenario heutzutage auch nicht mehr – je nachdem, welchen Beruf du eben ausübst. Der reisereporter zeigt dir, mit welchen Jobs du die Welt bereisen kannst. 

1. Reiseblogger

Beginnen wir mit dem Naheliegendsten: Wenn du das Reisen liebst, wieso machst du es nicht auch gleich zu deinem Beruf? Denn als Reiseblogger lässt es sich, nicht zuletzt dank Social Media, ganz gut leben. Und du hast gleich einen Grund, wirklich viel zu reisen. Allerdings sollte der Schritt gut überlegt sein, denn die Branche ist hart umkämpft. Wer aber einmal Fuß gefasst hat und ein paar Follower erreicht, der kann gutes Geld mit Affiliate-Marketing verdienen.

Konkret geht es dabei um Produktempfehlungen und die Vorstellung von beispielsweise Unterkünften, die auf den Reisen besucht werden. Ein Tipp noch: Es ist einfacher, wenn du nicht über alles schreiben willst, sondern dir ein Nischenthema im Reisereich aussuchst. 

2. Flugbegleiter

Am schnellsten kommst du – natürlich – mit dem Flugzeug von A nach B. Dementsprechend sollte ja eigentlich klar sein, dass du als Flugbegleiter gute Karten hast, recht viel unterwegs zu sein. Allerdings hat der Beruf auch seine Tücken: Du bleibst meistens nicht lange an einem Ort, verbringst eher viel Zeit im Flieger und solltest mit Jetlags besser keine Probleme haben. Zwischendurch hast du aber natürlich Erholungspausen, die du an den unterschiedlichsten Reisezielen nehmen kannst.

Und einige Airlines bieten an Feiertagen kleine Goodies wie Freiflüge für nahe Verwandte an. Klingt traumhaft für dich? Dann haben wir noch eine gute Nachricht: Die Ausbildung zur Stewardess kannst du innerhalb weniger Monate abschließen, wenn du vorher einen Gesundheitscheck bestehst und deine Flugtauglichkeit bestätigt wird. 

3. Fotograf oder Kameramann

Genau wie beim Bloggen gilt auch beim Fotografieren: Nur die wirklich guten können langfristig davon leben. Wenn du aber schon immer gern fotografierst oder sogar filmst, dann lohnt es sich, dein Hobby einmal auf die Belastungsprobe zu stellen: Wie kommen deine Werke an bei potenziellen Kunden und hebst du dich vielleicht von anderen ab?

Bessere Karten hast du da als Kameramann. In dieser Position hast du die Möglichkeit, dich für Produktionen zu bewerben, die etwa Auswanderer auf ihrem Weg begleiten. Übrigens: Leute, die sich mit Drohnen-Aufnahmen auskennen, werden immer gefragter in vielen Branchen. 

4. Freelancer

Für die ganz Mutigen mit eigenen Ideen gibt es eigentlich nur einen wirklich sinnvollen Plan, um langfristig unabhängig zu arbeiten – und reisen zu können. Das Ganze Konzept nennt sich Selbstständigkeit. Und es ist echt nichts für jeden, denn es bedeutet auch jede Menge harte Arbeit und erfordert Durchhaltevermögen. Aber es bietet eben auch die Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten. 

Das Gute daran ist auch, dass du dich in vielen Bereichen selbstständig machen kannst: Fotograf, Reporter, Autor,  Grafikdesigner, Informatiker, und, und, und. Wichtig ist hier vor allem eine gute Vorbereitung und das Knüpfen von wichtigen Kontakten. Außerdem solltest du gut ausgebildet sein – und dich von anderen Anbietern abzuheben schadet auch nicht. 

5. Übersetzer

Kommunikation ist überall auf der Welt wichtig, deshalb bist du gut aufgestellt, wenn du mehr als eine Sprache fließend sprichst. Und mit der Fähigkeit kannst du auch gut unterwegs arbeiten. Denn Übersetzer werden nicht nur in Botschaften und Schulen, sondern auch für internationale Firmen gesucht. Sogar viele Webseiten stellen mittlerweile freiberufliche Übersetzer ein, die dann im Home-Office arbeiten können. 

Und es hat sicher niemand was dagegen, wenn sich dein Home-Office für ein paar Wochen im Jahr an einem schönen Strand befindet. Alternativ kannst du auch etwas Mühe in dein Ziel investieren und die Sprache deines Ziellandes lernen, um anschließend dort zu arbeiten – und deine Muttersprache zu lehren. 

6. Animateur

Tanzen, sich coole Aktionen für die Gäste ausdenken und gute Laune verbreiten: In vielen Hotels weltweit kannst du als Animateur anheuern. Viele deutsche Reiseanbieter nehmen ihre Animateure auch immer mit in andere Länder, so kommen sie also auch recht viel rum. Und es kann sich erst mal jeder auf eine entsprechende Stelle bewerben.

Allerdings sollte das gut überlegt sein, denn oft handelt es sich bei den Einsätzen nur um einmalige Buchungen oder Saisonarbeit und oft wird vorausgesetzt, dass du tanzen und singen kannst oder ein anderes Talent hast. Wenn du aber davon träumst, die Leute im Urlaub zu unterhalten und es dir nichts ausmacht, immer ansprechbar zu sein und verhältnismäßig wenig Stundenlohn zu verdienen, dann ist es ein klasse Reise-Job für dich. 

7. Arzt oder Krankenpfleger

Asien, Afrika und Südamerika – auf all diesen Kontinenten gibt es großen Bedarf an gut ausgebildeten Medizinern und Pflegepersonal. Wenn du also ohnehin Arzt oder Krankenpfleger bist, dann kannst du für einige Zeit deinen Arbeitsplatz ans andere Ende der Welt verlegen.

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder schließt du dich einer Hilfsorganisation an und arbeitest ehrenamtlich für einige Zeit im Ausland oder du suchst gezielt nach Stellenangeboten im Ausland. An beliebten Reisezielen der Deutschen gibt es auch immer einen regen Bedarf an deutschsprachigem Gesundheitspersonal.

8. Archäologe oder Geologe

Ein naturwissenschaftliches Studium ist öde? Nicht unbedingt, denn wer Archäologie oder Geologie studiert, hat womöglich während seines Studiums bereits mehr Länder bereist als die meisten Menschen am Ende ihres Lebens. Denn die Forscher untersuchen die Geschichte und die Mysterien der Gesteine auf der ganzen Welt.

Aber wie sagt man so schön: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Und das trifft auch hier zu: Die Jobs erfordern natürlich ein fundiertes Wissen und ein großes Interesse an Geschichte oder Gesteinen. Denn zum Job gehört es eben auch, stundenlang im Dreck zu buddeln in der Hoffnung, vielleicht einen Schatz zu finden. 

9. Kellner oder Barkeeper

Schon mal ein Restaurant ohne Kellner gesehen? Gibt es jedenfalls nicht sehr oft. Und genau da liegt die Chance in dem Beruf: Fast alle Bars, Restaurants und Hotels brauchen Service-Personal. Und mit ein bisschen Engagement und der Bereitschaft, erst mal viel Zeit in den Job zu investieren, kannst du recht fix in die Branche einsteigen. 

Und wenn du einmal einen Fuß in der Gastronomie-Tür hast, dann ist es nicht allzu schwer, dich weiterzubilden, etwa zum Barkeeper oder zur Barista. Deine Erfahrungen sind jedenfalls weltweit etwas wert. Denn wer in Spanien gekellnert und in Kanada an der Bar gearbeitet hat, der weiß auch, wie das in Australien geht. 

10. Au-pair oder Housesitter

Leben in den schönsten Häusern der Welt und dafür bezahlt werden – ja, der Job als Housesitter klingt wirklich gut. Und es gibt immer mehr Besitzer, die einen Aufpasser für ihr geliebtes Haus suchen. So kannst du von Land zu Land reisen und eben quasi nebenbei auch Land und Leute besser kennenlernen, denn die Stopps sind hierbei in der Regel etwas längerfristig. 

Das Gleiche gilt für die Tätigkeit als Au-pair. Wenn du Kinder magst und wirklich in das Leben an deinem Reiseziel eintauchen möchtest, dann zieh doch einfach direkt bei einer Familie ein. Als Au-pair kümmerst du dich dann meistens um den Haushalt und die Kinder, hast aber auch genügend Freizeit, um die Gegend zu erkunden.