Die historische Königsstadt Bagan ist Unesco-Weltkulturerbe – bei vielen Urlaubern steht eine Fahrt in einem Heißluftballon über den Pagoden auf der Bucket-List. Doch ein Paar wollte lieber einen Höhenflug innerhalb der Tempelmauern erleben: Der Mann und die Frau drehten einen Sexfilm in der berühmten Sehenswürdigkeit von Myanmar mit mehr als 2.000 Tempeln.

Porno in Bagan-Tempelanlage

Das Resultat, einen zwölfminütigen Porno, veröffentlichten sie im Dezember auf dem Profil „YeeesYeeesYeees“ auf der Website Pornhub, das berichtet die regionale Nachrichtenseite „The Irrawady“. Darin ist zu sehen, wie die beiden 23-Jährigen, nach eigenen Angaben kommen sie aus Italien, Sex in einer kleinen Pagode (Nummer 1.554) haben.

Auf Pornhub wurde das Video inzwischen gelöscht, doch es tauchte auch in den sozialen Netzwerken des südostasiatischen Landes auf und wurde scharf kritisiert.

„Wir waren schockiert über dieses Video und sind schrecklich traurig. Sex im Freien und an religiösen Gebäuden oder Pagoden zu haben ist nicht zu tolerieren – und es war ausgerechnet in Bagan, unserem wertvollen Erbe an Religion, Kultur und Geschichte“, sagte Ko Myo Sat San von Save Bagan, einer lokalen Gruppe der Zivilgesellschaft.

Religionsbeleidigung ist in Myanmar strafbar

Der Fall sorgt nicht nur für Empörung, sondern auch für rechtliche Konsequenzen: Das Archäologie-Ministerium hat den Fall nun der Polizei gemeldet – bei einer Festnahme und Verurteilung drohen dem Paar wegen Religionsbeleidigung bis zu zwei Jahre Haft. Jedoch ist aktuell nicht klar, um wen genau es sich bei den Touristen konkret handelt und wo sie sich befinden. Vermutet wird, dass sie bereits zurück in Italien sind.

Im mehrheitlich buddhistischen Myanmar gibt es strenge Gesetze gegen Religionsbeleidigung und strenge Vorschriften: Touristen dürfen an religiösen Stätten wie Bagan weder kurze Hosen noch andere unangemessene Kleidung wie Tops tragen – das gilt insbesondere für die Pagoden und Tempel. Es ist außerdem verboten, einander zu küssen oder sich anderweitig unsittlich zu verhalten.