Weiße Sandstrände, türkisblaues Meer und ein Regenwald, in dem die prächtigsten Palmen in den sattesten Grüntönen zu finden sind: Auf Instagram sieht die Welt zugegebenermaßen immer etwas rosiger aus, als sie in Wahrheit ist.

Allerdings ist das den Nutzern oft nicht bewusst, wenn sie sich die traumhaften Strände und perfekt geformten Körper auf den Fotos ansehen. So kann es passieren, dass sie das ein oder andere Mal auf einen Fake reinfallen.

Influencerin postet Bilder von angeblichem Bali-Urlaub

Zum Beispiel beim angeblichen Bali-Urlaub der Influencerin Natalia Taylor. Sie postete am 6. Februar Fotos von sich, wie sie in einem pinkfarbenen Kleid, mit viel Make-up und einem Glas Champagner in einem schicken Zimmer steht und scheinbar zufällig fotografiert wurde.

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Ein weiterer Post zeigt die Influencerin im gleichen Kleid, wie sie in einem Raum telefoniert, der an eine Hotellobby erinnert. Bei beiden Fotos ist als Ortsmarke die indonesische Insel Bali angegeben. Unter dem Post schreibt sie: „The queen has arrived #bali.“ Und daran glauben auch ihre Follower. 

Einen Tag später posiert sie im Bademantel in einer Badewanne. Die Fotos lassen auf einen Wellness-Urlaub schließen. Unter dem Post fragt sie ihre 316.000 Follower, wohin ihre nächste Reise gehen soll – und die gehen gutgläubig darauf ein.

Mehr als 25.000 Likes und rund 1.500 Kommentare bekommt die Influencerin nur auf dieses Foto vom angeblichen Bali-Trip. Und die meisten Kommentare lassen vermuten, dass die Nutzer ihr abkaufen, dass die Aufnahme auf Bali entstanden ist.

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Das Problem: Natalia war nie auf Bali. Die Fotos sind in einer Ikea-Filiale entstanden. Bei genauerer Betrachtung der Fotos ist das eigentlich auch nicht schwer zu erkennen, denn im Hintergrund sind sogar noch die Preisschilder an den Handtüchern zu sehen.

Influencerin stellt Follower auf die Probe

Und warum das Ganze? In einem Youtube-Video klärt Natalia die Aktion auf: „Ich weiß, dass das nicht richtig ist“, aber sie habe ihre Follower auf die Probe stellen wollen. Demnach habe sie darauf aufmerksam machen wollen, dass auf Instagram viele Leute ein Leben vorgaukeln, das so nicht existiere. Und als Follower solle man da mit gesunder Skepsis herangehen.

Also ist sie gemeinsam mit einer befreundeten Fotografin zum Ikea gefahren und hat die „liebevoll gestalteten Showrooms“ als Urlaubskulisse genutzt. Offiziell genehmigt sei die Aktion nicht gewesen. Deshalb sei das Shooting zwar ein kleines Abenteuer gewesen, aber eben kein Wellness-Urlaub auf Bali.