Die Angst vor dem Coronavirus trifft die Hotelbranche in China hart: Wegen der fehlenden Nachfrage und auf Anweisung der chinesischen Behörden müssen immer mehr Hotels schließen.

Hilton machte 150 der rund 230 Hotels des Unternehmens in China vorübergehend dicht und nimmt für diese keine Reservierungen mehr entgegen. Erst wenn der Ausbruch abgeklungen sei, werden die Unterkünfte wieder geöffnet, sagte ein Mitarbeiter der Hilton-Unternehmenskommunikation auf Anfrage.  

Noch schlimmer hat der Virusausbruch die Hotelkette Wyndham Hotels Resorts getroffen. Etwa 1.000 der rund 1.500 Häuser sind laut dem CEO Geoff Ballotti vorsorglich geschlossen. Dies äußerte er in einem Telefonat gegenüber seinen Investoren, heißt es in einem Bericht der Nachrichtenseite „Business Insider“.

Hotelketten wie Best Western und Four Seasons schließen Hotels 

Auch die Kette Best Western ist von zahlreichen Schließungen betroffen, das bestätigte Chef David Kong gegenüber dem US-Fachportal „Skift“. Neben China hätten auch andere Teile Asiens mit der Krise zu kämpfen. Darunter: Singapur, Indonesien und Malaysia.

Außerdem mussten viele Hotels der Spielermetropole Macau ihre Zimmer schließen. In der chinesischen Sonderverwaltungszone sind derzeit das Altira Macau, das Legend Palace Hotel, das Four Seasons, St. Regis, das Sofitel at Ponte 16, Conrad und das Rocks Hotel keinen Besuchern zugänglich. Rund 2.000 Zimmer mussten zudem die Resorts MGM Cotai und MGM Macau schließen, so die Nachrichtenseite „Reise vor 9“.

Airbnb und Co. ermöglichen kostenlose Stornierung der Zimmer

Aufgrund der Ausnahmesituation ermöglichen viele weitere Ketten ihren Kunden in China eine kostenlose Stornierung der Buchung. Möglich ist dies beispielsweise bei Hyatt, Marriott, IHG sowie dem Unterkunft-Vermittler Airbnb. Letzterer hat erst vor Kurzem die Vermietung von Unterkünften in Peking gestoppt

Auslastung chinesischer Städte liegt nur noch bei 17 Prozent

Welchen Einfluss die Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus hat, geht deutlich aus einem Bericht des amerikanischen Datenanalyseunternehmens STR hervor. Demnach liegt die Auslastung in Chinas großen Städten nur noch bei 17 Prozent. Das meldet die Tageszeitung „South China Morning Post“.

Coronavirus hat Auswirkungen auf die gesamte Reisebranche

Neben der Hotellerie wirkt sich der Ausbruch des Coronavirus auch auf andere Sektoren der Reisebranche aus. Kreuzfahrtschiffe brechen ihre Asien-Saison vorzeitig ab, andere stehen tagelang unter Quarantäne. Und auch zahlreiche Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines sowie American und British Airways, stellen ihre Flüge nach China komplett ein.