Bei 510 Millionen Quadratkilometer Erdoberfläche kann es schon mal passieren, dass dir der ein oder andere Staat noch nie untergekommen ist. Wie sieht’s zum Beispiel mit diesen fünf Inselstaaten aus?

1. Vanuatu

Schon mal von Vanuatu gehört? Der Inselstaat liegt im Südpazifik und besteht aus 83 Inseln, von denen 67 bewohnt sind. Vanuatu gehört zur Inselgruppe Melanesien, die nördlich und nordöstlich von Australien liegt.

Die Inselgruppe im Südpazifik ist vor allem von Vulkanen geprägt.

Die meisten Inseln hier sind vulkanischen Ursprungs, weshalb die Küsten oft felsig und steil abfallend sind. Auf Vanuatu gibt es eine weitere Besonderheit: Auf den Inseln herrscht Kalksteinboden vor. Deshalb haben sich viele sogenannte Blue Holes geformt, in denen du herrlich baden kannst.

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Laut einer britischen Studie leben auf Vanuatu die glücklichsten Menschen der Erde. Das wird auf die Tatsache zurückgeführt, dass die Menschen hier ganz im Einklang mit der Natur leben. Die kann sich wirklich sehen lassen: Die Regenwälder auf Vanuatu sollen zu den schönsten der Welt gehören!

Wo: Südpazifik, nordöstlich von Australien
Fläche: 12.190 Quadratmeter
Einwohner: circa 267.000

2. Kiribati

Zu einem der am wenigsten bereisten Ländern der Welt zählt die Inselgruppe Kiribati. Der Grund dafür ist die Anreise, denn Kiribati liegt irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks, etwa auf der Hälfte des Weges zwischen Hawaii und Australien.

Wer sich auf den Weg macht, entdeckt 33 Inseln, von denen 21 bewohnt sind. Die Highlights sind eine traumhafte Kulisse zum Surfen und eine einzigartige Kultur, die sehr authentisch ist, eben weil so wenig Touristen kommen.

Du solltest schnell sein: Der Kleinstaat im Pazifik ist wie so viele vom Klimawandel bedroht.

Spannend: Kiribati dehnt sich so weit aus, dass es eine Gesamtfläche von 5,2 Millionen Quadratkilometer hat. Zum Vergleich: Australien ist 7,7 Millionen Quadratkilometer groß. Allerdings gibt es auf Kiribati nur 811 Quadratkilometer Inselland.

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Deshalb ist es ein Kleinstaat, obwohl es von der Ausdehnung her zu den größten Staaten der Welt gehört. Willst du nach Kiribati reisen, solltest du übrigens schnell sein. Die Inselgruppe ist stark vom Klimawandel bedroht. Nach Berechnungen könnte Kiribati im Jahr 2050 größtenteils nicht mehr bewohnbar und spätestens 2070 überschwemmt sein.

Wo: Pazifik, etwa auf der Hälfte zwischen Hawaii und Australien
Fläche: 811 Quadratmeter
Einwohner: circa 110.100

3. Dominica

Der Name erinnert an die Dominikanischen Republik, doch auch wenn beide in der Karibik liegen, haben sie nichts miteinander zu tun: Dominica ist ein kleiner Inselstaat in der östlichen Karibik.

Der Staat ist gerade mal 50 Kilometer lang und 22 Kilometer breit. Neben karibischen Bilderbuchstränden ohne Touristen ist auch die Landschaft im Inland beeindruckend. Weil es sehr hügelig ist, heißt Dominica in der Sprache der karibischen indigenen Bevölkerung „Ouaitocoubouli“, „ihr Körper ist hoch“. 

Dominica hat viel mehr als feine Sandstrände zu bieten. Hier gibt es auch einen Vulkan, der von Regenwald umgeben ist.

Das merkst du vor allem am 1.387 Meter hohen Morne-Trois-Pitons-Vulkan, um den ein gigantischer Regenwald liegt. Weil das so selten ist, hat die Unesco den Nationalpark zum Weltnaturerbe erklärt. Das hat bisher keine andere Karibikinsel geschafft.

Wo: Östliche Karibik, zwischen Guadeloupe und Martinique 
Fläche: 746 Quadratmeter
Einwohner: etwa 72.500

4. Tuvalu

Gerade mal 2.000 Besucher pro Jahr reisen nach Tuvalu. Tuva-was, Tuva-wo? Der kleine Inselstaat liegt im Südwesten des Pazifischen Ozeans, östlich von Papua-Neuguinea und nördlich von Neuseeland.

Klein meint übrigens wirklich klein: Nach dem Vatikanstaat, Monaco und Nauru ist Tuvalu der viertkleinste Staat der Welt – und eines der am wenigsten bereisten Länder. Auf ganz Tuvalu gibt es nur sechs Hotels!

Im Südwesten des Pazifik liegt Tuvalu, nur fünf Meter über dem Meeresspiegel.

Trotzdem gibt’s im Urlaub jede Menge zu sehen. Insgesamt warten neun Atolle auf Besucher, die alle etwas anderes zu bieten haben – von Wassersport bis zu traditionellen Tänzen. Aber: Die Inseln liegen an ihrem höchsten Punkt nur fünf Meter über dem Meeresspiegel, weshalb Tuvalu als stark bedroht gilt.

Deshalb arbeitet die Regierung schon länger an einem Plan, die Bevölkerung in Neuseeland und Australien anzusiedeln. Fun Fact: Bekannt wurde Tuvalu durch den Umstand, dass die Internationale Organisation für Normung dem Inselstaat das Länderkennzeichen TV für URLs erteilte.

Wo: Südwest-Pazifik, östlich von Papua-Neuguinea und nördlich von Neuseeland
Fläche: 26 Quadratmeter
Einwohner: circa 10.640

5. Tonga

Im Südpazifik, östlich von Fidschi, südlich von Samoa und nördlich von Neuseeland, liegt der Inselstaat Tonga. Insgesamt 176 Inseln schwimmen wie kleine Kleckse im Ozean und versprechen unberührte Natur, eine spannende Kultur und ein Paradies für Segler und Taucher.

Von Juli bis November kannst du hier auch viele Wale beobachten. Die letzte Insel entstand Ende 2014/Anfang 2015, als es zu einem untermeerischen Vulkanausbruch kam und eine Insel mit der Größe von zwei Kilometern Länge, einem Kilometer Breite und 100 Meter Höhe entstand.

Nicht das typische Südsee-Klischee: Hausschweine sind im Königreich Tonga zahlreich vertreten.

Das Königreich Tonga ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Es ist das einzige Land im Südpazifik, das nie von Kolonialmächten besetzt wurde. Schräg: Die Menschen aus Tonga essen gerne sehr kalorienreich, insbesondere Yams und Kokosöl.

Dicke Menschen gelten hier als schön. Dennoch führte der Staat ein Programm zur Ernährungsberatung ein, weil rund 58 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen einen Body-Mass-Index weit über 30 aufwiesen (ein BMI von 18,5 bis 25 gilt als Normalgewicht).

Wo: Südpazifik, östlich von Fidschi, südlich von Samoa und nördlich von Neuseeland
Fläche: 747 Quadratkilometer
Einwohner: circa 100.700