Erst im vergangenen Monat haben wir über die dramatischen Außmaße der Buschbrände in Australien geschrieben. Mehr als zwölf Millionen Hektar Land sind durch das Feuer zerstört worden – das ist eine Fläche größer als Portugal. Millionen Tiere und Dutzende Menschen sind ums Leben gekommen, viele Häuser und Straßen wurden verwüstet.

Jetzt sollen Backpacker beim Wiederaufbau in Australien helfen. Sie sollen die örtlichen Behörden bei Aufräum- und Reparaturarbeiten in den Brandgebieten unterstützen. Um das zu erleichtern, hat die Regierung die Visa-Beschränkungen für arbeitswillige Reisende gelockert. 

Australien: Backpacker für Wiederaufbau gesucht

Das „Working-Holiday-Visum“ wird besonders gern von Backpackern genutzt. Bisher durften Urlauber bis zu sechs Monate für denselben Arbeitgeber tätig sein – durch die neue Regelung sind es bis zu zwölf Monate. Die Änderung soll besonders Landwirten und regionalen Unternehmen zugutekommen und der Wirtschaft Aufwind geben. Das teilt der Minister für Immigration heute mit. 

Außerdem zählt die Arbeit zur Erholung nach den Buschfeuern jetzt zu den Berufen, mit denen sich Backpacker um die Verlängerung ihres Visums für ein zweites oder drittes Jahr bewerben können. „Sie werden als Urlauber kommen, aber als lebenslange Freunde gehen“, so der Minister für Notfall-Management, David Littleproud.

„Das bedeutet, dass Urlauber dabei helfen können, Häuser, Zäune und Höfe wieder aufzubauen. Sie können auf die Grundstücke gehen und bei Abriss-, Aufräum- und Reperaturarbeiten an Dämmen, Straßen und Bahnstrecken helfen.“ Jeder Reisende mit „Working-Holiday-Visum“, der in die betroffenen Gemeinden komme, sei ein zusätzlicher Besucher, der dazu beitrage, lokale Geschäfte und dadurch Arbeitsplätze zu erhalten.