Rund 800 Meter über dem Boden posierte eine Touristin in Brasilien für ein Video. Die Frau begab sich dafür auf die Spitze des Pedra da Gávea in Rio de Janeiro. Nur wenige Zentimeter entfernt vom Abgrund lächelte die Frau in die Kamera und riss sogar noch ihre Arme in die Luft.

Das Video machte in den sozialen Medien die Runde und löste zahlreiche Diskussionen aus. Seit gestern haben es bei Twitter schon mehr als vier Millionen Menschen angesehen.

Auch wenn das Video über 130.000 Likes hat, die meisten Menschen zeigen kein Verständnis für den Leichtsinn der Frau. Vielen schlottern schon beim bloßen Anblick des Videos die Knie. Keine Aufnahmen für Menschen mit Höhenangst!

Im Video: Frau wandelt am Abgrund

Eine Nutzerin kommentierte: „Nur das Anschauen fühlte sich so an, wie wenn meine Füße mit Messern gestochen werden.“ Eine andere antwortete: „Mein Bauch wanderte kurz in meinen Hals.“

Die Touristin ist aber nicht die erste Person, die an dem Ort für Fotos beziehungsweise Videos posierte. Auf Instagram finden sich gleich eine ganze Reihe von riskanten Foto-Sessions von dem Berg in Rio.

Auf den Pedra da Gávea führen zwei Wanderwege, die Urlauber am besten mit einem lokalen Guide zurücklegen, der die Gegend wie seine Westentasche kennt. Die Aussicht vom Gipfel ist natürlich atemberaubend – Fotos wie diese sollte man trotzdem nicht nachmachen!

Denn mit rund 840 Metern ist der Monolith mehr als doppelt so hoch wie der berühmte Zuckerhut und gilt als der weltgrößte Granitblock am Meer.

Mehr gefährliche Foto-Locations

Der Pedra da Gávea ist aber bei Weitem nicht der einzige Fels auf der Welt, an dem Touristen gefährliche Fotos schießen. In Australien hat die Regierung schon mehrfach versucht, den beliebten Selfie-Spot am sogenannten „Wedding-Cake-Felsen“ abzusichern. Trotzdem ignorieren Besucher immer wieder Zäune und Warnschilder und begeben sich für Erinnerungsfotos auf den schneeweißen Felsen, der ins Meer zu stürzen droht. 

Gefahren für spektakuläre Fotos gibt es aber auch hierzulande. Am Königssee in Bayern gibt es einen natürlichen Pool, der als Foto-Motiv bei Instagrammern sehr beliebt ist. Doch hier lauert eine tödliche Gefahrenquelle.