Es gibt sicher einiges, was du nicht über Sierra Leone weißt: Zum Beispiel dass es dort Löwenberge und Schildkröten-Inseln gibt. Oder dass die Einheimischen gern mit selbst gebrautem Ingwerbier anstoßen und drei Jahreszeiten unterscheiden: Regenzeit, Trockenzeit und windige Zeit, wenn der Sahara-Wind Harmattan weht. 

Was die meisten aber wissen: 2014 und 2015 litt das Land unter der Ebola-Epidemie, bei der mehr als 11.000 Menschen in Westafrika starben, rund 3.500 davon in Sierra Leone. Die Zahl der internationalen Touristen brach in diesen Jahren dramatisch ein, von 81.000 Ankünften 2013 auf 44.000 im Jahr 2014 und 24.000 im Jahr 2015 (Quelle: Index Mundi).

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2017 lag die Zahl der Ankünfte internationaler Touristen Statista zufolge immerhin wieder bei 57.000. Damit gehört die Republik aber immer noch zu den zehn am wenigsten bereisten Ländern der Welt. Doch die westafrikanische Republik zwischen Guinea und Liberia soll jetzt mehr auf das touristische Radar rücken. 

Schauspieler Idris Elba ist Markenbotschafter von Sierra Leone

Helfen soll dabei auch Hollywood-Schauspieler Idris Elba. Dessen Vater stammt aus Sierra Leone und bei seinem Besuch im Dezember 2019 erhielt Elba die Staatsbürgerschaft. Präsident Julius Maada Bio hat den Star außerdem zum Markenbotschafter für Sierra Leone ernannt. Idris Elba ist unter anderem für seine Rollen in den Kinofilmen „Cats“, „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ und „Thor“ bekannt.

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Außerdem sollen in den kommenden drei Jahren historische und kulturelle Orte aufgewertet und der Öko- und der Abenteuertourismus angekurbelt werden. Das berichtet die britische „iNews“. Für Reisende, die lieber neue Ziele entdecken, als auf platt getretenen Touri-Pfaden zu wandeln, ist deshalb gerade jetzt eine spannende Zeit, die westafrikanische Republik zu erkunden. 

Trotzdem ist natürlich auch jetzt noch nicht alles heile Welt. Ein Jahrzehnt lang hat in Sierra Leone ein Bürgerkrieg gewütet, der bis 2002 Zehntausende Opfer gefordert hat. Noch immer ist die Republik sehr arm, sie zählt zu den am niedrigsten entwickelten Ländern.

So kommst du nach Sierra Leone

Direktflüge ab Deutschland zum Freetown Lungi International Airport gibt es derzeit nicht. Du kannst aber mit Zwischenstopp, beispielsweise in Paris oder Brüssel und von dort mit Air France oder Brussels Airlines weiter, nach Sierra Leone fliegen. Denk daran, rechtzeitig vor der Einreise ein Visum bei der Botschaft von Sierra Leone in Berlin zu beantragen.

Das Auswärtige Amt schätzt die politische Lage in Sierra Leone als stabil ein. Vereinzelt könne es aber zu Demonstrationen und im Zuge dessen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Wertgegenstände und wichtige Dokumente solltest du sicher aufbewahren und immer nur das mitnehmen, was du für den jeweiligen Tag brauchst. Denn Taschendiebstahl ist besonders bei viel besuchten Orten weit verbreitet.

In der Regenzeit von Mai bis November kommt es regelmäßig zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Beliebte Reisezeiträume sind Dezember und Januar, wenn der Harmattan kühlere Luft bringt.