Schneemangel: Skigebiet in Pyrenäen beendet Saison

Schneemangel: Skigebiet in Pyrenäen beendet Saison

Eigentlich läuft noch die Hochsaison, doch in Le Mourtis in den französischen Pyrenäen ist es – wie vielerorts – viel zu warm für die Jahreszeit. Das beliebte Skigebiet zieht nun Konsequenzen – und schließt.

Das Skiresort Font-Romeu-Odeillo-Via in den Pyrenäen hatte 2014 keinen Schnee.
Immer wieder haben Skigebiete mit fehlendem Schnee zu kämpfen, hier Font-Romeu-Odeillo-Via im Jahr 2014.

Foto: imago images/Westend61

Zehn Grad Celsius – und das im Februar. Der mildeste Winter in Frankreich in 120 Jahren schockt den Tourismus des Landes: Normalerweise kommen zu dieser Jahreszeit Tausende Urlauber, um sich in den Skigebieten auszutoben. Doch das ist dieses Jahr anders – denn es mangelt an Schnee. 

In Le Mourtis in den Pyrenäen ist die Saison deshalb nun vorzeitig beendet worden: Kein Schnee, keine Skifahrer, keine Gäste. Hotels und Restaurants müssen nun gleichsam mit dem Wegfall von Einnahmen rechnen. Denn es kommen zwar trotzdem einige Urlauber, um die Natur zu genießen und andere Ausflüge zu machen, doch diejenigen, die nur Ski fahren wollten, werden fernbleiben. 

Wanderung statt Skifahren: Tourismusbranche in den Pyrenäen muss umdenken

„Es gibt keine Garantie mehr, dass man in unserem Skigebiet Ski fahren kann. Wenn es Schnee gibt, können wir etwas verkaufen“, sagte Hotel-Manager François Gillaizeau gegenüber „Sky News“. Ohne Schnee müsse sich die Branche umstellen und andere Aktivitäten wie Wanderungen oder Radtouren verkaufen. 

Es gab zwar schon immer mal warme Winter, aber es ist durchaus ein Trend zu verzeichnen – der Klimawandel lässt grüßen. Experten gehen laut einem Bericht davon aus, dass künftig auch Resorts in einer Höhe über 1600 Metern zu warm für Schnee werden. Und sogar zu warm für Kunstschnee – denn auch dieser schmilzt bei zweistelligen Temperaturen. Le Mourtis hingegen liegt auf rund 1350 Metern Höhe.

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