Wer kennt es nicht: Kurz vor der langersehnten Reise spielt auf einmal der Körper verrückt und eine Erkältung macht sich bemerkbar. Ohren zu, Kratzen im Hals und eine laufende Nase, damit ist erst mal kein Urlaubsfeeling angesagt. Aber deshalb gleich komplett auf die Reise verzichten? Oder fliegen und am Reiseziel auskurieren? 

Reiseexpertin Birgit Dreyer von der Ergo-Versicherung sagt, es sei möglich, mit einer leichten Erkältung eine Reise anzutreten. Allerdings hänge das von mehreren Faktoren ab. Zum einen sei zunächst ärztlich abzuklären, wie ansteckend der Infekt sei. Denn aus Rücksicht auf die anderen Passagiere sollte niemand fliegen, der eine ansteckende Krankheit hat.

Prüfe vorab, ob der Druckausgleich gelingt

Wer nicht ansteckend ist, sollte prüfen, ob der Druckausgleich in seinem Zustand möglich ist. Dazu hältst du dir einfach die Nase und den Mund zu und atmest gleichzeitig kräftig aus. Jetzt sollte ein Knacken zu hören sein.

Wenn du keines hörst, dann hat der Druckausgleich nicht geklappt. In diesem Fall solltest du den Reiseantritt überdenken. Denn das kann laut der Reiseexpertin zu Ohrenschmerzen oder gar einem Trommelfellriss führen. Bei einem leichten Infekt könnten abschwellende Nasentropfen aber erste Abhilfe verschaffen. 

Auch mit Husten und Fieber ist ein Flug zwar nicht unbedingt das Beste für eine schnelle Genesung, aber durchaus möglich. Gegen Hustenanfälle durch die trockene Kabinenluft hilft es, viel zu trinken und genügend Hustenbonbons parat zu haben. Bei allen Symptomen, besonders aber bei Fieber gilt laut Reiseexpertin: „Wer sich sehr unwohl fühlt, sollte lieber nicht fliegen.“