Coronavirus: Hilton muss 150 Hotels in China schließen

Coronavirus: Hilton muss 150 Hotels in China schließen

Das Coronavirus schränkt das Leben in China zunehmend ein – leere Straßen sind die Folge. Nun gibt es auch leere Hotels: Die Hotelkette Hilton schließt auf Anweisung der Behörden 150 Unterkünfte.

Brigitte Vetter
Die örtlichen Behörden haben die Hotelkette Hilton angewiesen 150 Hotels in China zu schließen.
Ein Hilton-Hotel in China – die Hotelkette muss 150 Unterkünfte in China wegen des Coronavirus schließen.

Foto: imago images/robertharding

Der Coronavirus-Ausbruch hat große Folgen für die bekannte Hotelkette Hilton: Von knapp 230 Hotels in China muss das Unternehmen 150 vorübergehend dichtmachen! 33.000 Zimmer bleiben ab sofort leer, es werden keine Reservierungen mehr entgegengenommen.

Das hat Hilton-CEO Chris Nassetta bei einer Telefonkonferenz mit Investoren bekannt gegeben, berichtet die Nachrichtenseite „Business Insider“.

Hilton nimmt keine Zimmer-Reservierungen entgegen

Gegenüber dem reisereporter bestätigt Nigel Glennie, aus der Hilton-Unternehmenskommunikation, dass vier Unterkünfte in Wuhan, dem Zentrum des Virusausbruchs, geschlossen sind. Die Hotels seien auf Anweisung der örtlichen Behörden geschlossen worden – und bleiben so lange dicht, bis der Ausbruch abgeklungen ist.

In einigen Anlagen befänden sich zwar derzeit noch einige Gäste und medizinische Fachkräfte, doch die Kette nehme keine neuen Reservierungen mehr entgegen, heißt es vom Unternehmen.

Hilton-Hotels in China machen 2,7 Prozent des Unternehmensgewinns aus

Die Hotelkette hat vier Hotels in Wuhan, 225 in Greater China und 6.110 in weiteren 119 Ländern. Laut Nassetta machen die Anlagen in China 2,7 Prozent des Hilton-Gewinns ausmachen. 

Hotels in China bleiben wegen des Coronavirus leer

Die gesamte Hotelbranche in China leidet unter dem Coronavirus: Durchschnittlich sind acht von zehn Zimmern leer, das berichtet die „South China Morning Post“ mit Verweis auf Zahlen der US-amerikanischen Datenanalyse-Firma STR. Die Auslastung in großen Städten sei am 26. Januar auf 17 Prozent gesunken – und das trotz der stattfindenden Neujahrsfestivitäten in dem Land. Am 14. Januar habe sie demnach noch bei 70 Prozent gelegen.

Sprunghafter Anstieg der Coronavirus-Fälle

Die Anzahl der Coronavirus-Fälle in China ist derweil drastisch angestiegen: Mehr als 14.800 neue Fälle kamen hinzu, insgesamt sind nun 48.208 Fälle bekannt. Mehr als 1.300 Menschen starben bislang.

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