Es geschah auf dem Weg von London-Stansted nach Dalaman in der Türkei. Kurz nach dem Start musste Flug L1503 umkehren. Der Grund: Eine Passagierin gefährdete die Sicherheit des Flugzeugs.

Mitten über der Nordsee versuchte Chloe H., die Notausgangstür zu öffnen. Mitreisenden und Kabinencrew gelang es, die Passagierin auf ihren Sitz zurückzudrängen. Dabei setzte sich die Britin so gewalttätig zur Wehr, dass sie eine Stewardess leicht verletzte.

Nach dem Vorfall kehrte die Maschine zu ihrem Zielflughafen zurück. Dabei wurde sie sogar von Kampfjets der britischen Luftwaffe begleitet.

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Verurteilte mischte offenbar Alkohol und Medikamente

Das zuständige Gericht in Chelmsford verurteilte die Angeklagte wegen Gefährdung der Sicherheit und wegen des Angriffs auf die Stewardess zu zwei Jahren Haft. Der britischen „Metro“ zufolge gab die 26-Jährige an, sie habe „einen Blackout gehabt und könne sich an die Geschichte nicht mehr erinnern“. Offenbar hatte die Angeklagte vor ihrer Randale Alkohol und Medikamente vermischt zu sich genommen, so der Staatsanwalt vor Gericht.

Jet2 kostet der Vorfall über 100.000 Euro

Ein Sprecher der Airline gab vor Gericht an, dass der Vorfall sie umgerechnet über 100.000 Euro gekostet habe. Diese Kosten werden an die Verurteilte weitergegeben.

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Der Geschäftsführer der Fluggesellschaft zeigte sich zufrieden mit dem Urteil: „Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts. (…) Das Verhalten der Passagierin war eines der schlimmsten, die wir bei uns erlebt haben. Sie bekommt lebenslanges Flugverbot bei uns“, sagte Steve Heapy in einer Pressemitteilung.

Verurteilung sorgt für Diskussion auf Social Media

Beim Kurznachrichtendienst Twitter diskutierten viele Nutzer unter dem Hashtag #ChloeHanes darüber, ob die Strafe gerechtfertigt sei. Ein Nutzer zeigte vollstes Verständnis für das Urteil:

Eine andere Nutzerin äußerte sich kritisch über das Urteil. „Wenn es eine arabische, indische oder muslimische Frau gewesen wäre, würde sie lebenslang hinter Gitter kommen“, twitterte sie. Ihr zufolge könne Chloe über die zweijährige Haftstrafe noch froh sein: