Flugverbot für Möpse – Lufthansa verschärft Regelung

Flugverbot für Möpse – Lufthansa verschärft Regelung

Mehrere Hunde, darunter Möpse und Bullterrier, sowie Katzen haben bei der Lufthansa Flugverbot. Als Grund für diese Entscheidung nennt Deutschlands größte Fluggesellschaft den Tierschutz – was genau dahintersteckt.

Brigitte Vetter
Weil für Möpse und andere stumpfnasigen Tiere beim Fliegen Lebensgefahr besteht, haben diese Tiere Flugverbot bei der Lufthansa.
Möpse und andere stumpfnasige Tiere dürfen seit Januar nicht mehr im Frachtraum der Lufthansa mitfliegen. (Symbolbild)

Foto: imago images, Kamerapress

Die guten Nachrichten vorweg: Hunde und Katzen dürfen grundsätzlich weiterhin bei der Lufthansa im Frachtraum mitfliegen. Und unter gewissen Umständen dürfen Tiere, die nicht mehr als acht Kilogramm wiegen, auch in der Kabine reisen. Aber: Stumpfnasige Rassen hat die Fluggesellschaft nun von ihrer Transportliste gestrichen. Der Grund: Die Tiere könnten sterben.

Verstärkte Atemnot bei diesen Katzen und Hunden

Diese Rassen haben sehr kurze Schnauzen, wodurch die oberen Atemwege verengt sind. Schon im Alltag bekommen viele stumpfnasige Tiere schlecht Luft. Das werde durch den Flug noch verstärkt: „Der durch den Transport verursachte Stress sowie die hohen Temperaturen an den Flughäfen könnten zu Kreislaufproblemen und damit zu verstärkter Atemnot führen“, heißt es auf der Website der Airline. Die Tiere könnten gesundheitliche Schäden davontragen oder sogar während der Reise sterben.

Diese Hunde dürfen bei Lufthansa nicht mehr mitfliegen

  • American Pit Bull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Affenpinscher
  • Bulldoggen (alle Rassen)
  • Möpse (alle Rassen)
  • Boston Terrier
  • Brussels Griffon
  • Boxer
  • Bullterrier
  • Bullmastiff
  • Chow-Chow
  • Englischer Toy Spaniel
  • Shar Peo
  • Shih Tzu
  • Pitbull
  • Staffordshire Bullterrier
  • Pekinese
  • Lhaso Apso
  • Japanese Spaniel
  • Japanese Chin

Diese Katzen dürfen bei Lufthansa nicht mehr mitfliegen

  • Persische Katze
  • Himalaya-Katze
  • Schottische Faltohrkatze
  • Exotic Shorthair
  • Britische Kurzhaarkatze

Bestätigte Buchungen bleiben weiterhin bestehen

Das Flugverbot für diese Rassen besteht seit Anfang des Jahres. Auch die Mitnahme von Hasen und Kaninchen im Frachtraum ist seither eingeschränkt. Bereits bestehende und bestätigte Buchungen, die über den 1. Januar 2020 hinausgehen, bleiben laut der Fluggesellschaft gültig.

Für den Transport gelten aber zusätzliche Anforderungen an den Transportbehälter. So müssen stehende Hunde und Katzen mindestens zehn Zentimeter Abstand zu den Käfigwänden haben.

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