Karneval ist nur einmal im Jahr – aber eben auch jedes Jahr. Für alle, die es mal in die Ferne zieht, hat der reisereporter zehn Orte rausgesucht, an denen Fasching auf jeden Fall etwas Besonderes wird. 

1. Heiße Tänze und viel nackte Haut in Rio de Janeiro

Samba, nackte Haut und jede Menge Glitzer findest du in der Hauptstadt des Karnevals – im brasilianischen Rio de Janeiro. Die große, tagelange Parade, die dort an den Feiertagen veranstaltet wird, ist nicht umsonst weltbekannt: Die Tänzerinnen battlen sich in den farbenfrohen Kostümen und tanzen durch die Tribünenstraße.

Und wem das reine Zuschauen nicht reicht, der kann sich als Samba-Tänzer für die Touristenklasse anmelden und aktiv an der Parade teilnehmen. 

2. „Sei, was du willst“ – und das in Rijeka in Kroatien

Die Kroaten legen beim Karneval vor allem auf eines Wert: ein möglichst spektakuläres Kostüm. Damit nämlich treten sie beim großen Umzug in der Stadt Rijeka gegeneinander an und feiern dabei vor allem Ausgefallenes.

Die Stadt ist für das bunte Treiben zur Faschingszeit unter dem Motto „Sei, was du willst“ mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Übrigens: Die Einheimischen feiern gern mit einer großen Auto-Rallye mitten durch die Stadt.

3. New Orleans feiert den „fetten Dienstag“

Eine große Karneval-Sause gibt es auch mitten in New Orleans ​– nur nicht ganz so bunt wie anderswo. Denn dort ist die ganze Stadt in den drei Farben Violett, Grün und Gold geschmückt. Und die Stadt im US-Staat Louisiana macht noch etwas anders als alle anderen: Sie feiern „Mardi Gras“ statt Karneval. Auf Deutsch heißt das so viel wie „fetter Dienstag“.

Und die entsprechende Party steigt – natürlich – am Faschingsdienstag, also in diesem Jahr am 25. Februar. Dabei verwandelt sich das gesamte French Quarter in eine einzige Partymeile. Besonders die große Parade auf der Bourbon Street lockt Jahr für Jahr viele Touristen an. 

4. Party hard in Trinidad und Tobago

Du hältst den Karneval in Rio de Janeiro für wild? Dann hast du die Feierlichkeiten in Trinidad und Tobago noch nicht gesehen. Denn auch in der Hauptstadt Port of Spain wird dir an Karneval mit großen Shows, viel Haut und lauter Musik ordentlich eingeheizt.

Allerdings sind dir dir Einheimischen jetzt schon einige Partynächte voraus, denn sie beginnen bereits kurz nach Weihnachten mit dem Feiern. 

5. Gondel-Parade durch Venedig

Nachdem viele Urlauber ihre Reise nach Venedig wegen der großen Überschwemmung storniert haben, setzt die Stadt nun auf viele Besucher zu Karneval. Und sie gibt sich dementsprechend in diesem Jahr besonders große Mühe, ihre Besucher mit dem großen Feuerwerk, der Gondel-Parade und den landestypischen Kostümen mit kunstvollen Masken zu begeistern.

Artisten verzaubern die Gäste auf vielen Bühnen, verteilt in der ganzen Brückenstadt. Und ein Kostüm brauchst du auch nicht mitzunehmen: Die typischen Masken und Gewänder gibt es vor Ort zu kaufen. 

6. Oruro in Bolivien feiert mit Wasserbomben

Weniger Party, mehr Religion und Kultur heißt es in Bolivien. Die Stadt Oruro ehrt an jedem Karnevalstag eine andere Gottheit. Das machen die Einheimischen allerdings auch mit einer farbenfrohen und musikalischen Parade.

Außerdem ist es dort Brauch, dass Kinder mit Wasserbomben und Wasserpistolen durch die Gegend laufen und Leute nassspritzen. Und wer sagt, dass Erwachsene das nicht auch dürfen?

7. Im spanischen Solsona feierst du mit Riesenpuppen

In der spanischen Stadt Solsona gibt es keine Kostüme im klassischen Sinne – außer den Kindern verkleidet sich dort keiner, zumindest nicht als Pirat, Meerjungfrau oder Bratwurst.

Die Karnevalisten in der spanischen Gemeinde mögen es lieber einheitlich: Sie tragen bunte Kittel und tanzen mit Riesenpuppenköpfen zur Faschingshymne. Der etwas andere Karneval bietet damit ein wirklich skurriles Bild – im positiven Sinne. Seit 1978 gilt er sogar als nationales Kulturgut. 

8. Auf Teneriffa beendet eine überdimensionale Sardine die Party

Die spanische Insel Teneriffa gilt für viele Urlauber als perfekter Ort für einen Erholungstrip. Die Hauptstadt Santa Cruz verwandelt sich aber einmal im Jahr in eine Partyhochburg. Denn zur Fastnacht werden zahlreiche Stände aufgebaut, Musikgruppen ziehen durch die Stadt und vielerorts heißt es: Auf die Plätze, fertig, Samba!

Beendet wird das bunte Treiben am Aschermittwoch durch einen etwas gewöhnungsbedürftigen Brauch: Die Einheimischen zünden eine überdimensionale Sardine aus Pappmaché an – und feiern anschließend bis tief in die Nacht.

9. In Moskau gibt es Pfannkuchen und Honigwein

In Russland feiert man nicht Karneval, sondern die sogenannte „Butterwoche“. Damit soll das Ende des Winters eingeläutet werden. In Moskau steigt zu diesem Anlass gleich ein großes Festival. Das dient den gläubigen Christen im Land zugleich als letzte Möglichkeit, noch mal richtig reinzuhauen.

Denn im Anschluss beginnt die Fastenzeit. Kein Wunder also, dass gerade ein Pfannkuchen zum Symbol des Festes wurde. Gegessen wird übrigens am liebsten gemeinsam mit Familie und Freunden. Und rund um den sonntäglichen Faschingsumzug mit Kostümen und anschließender Party gibt es einen Markt mit leckeren Pfannkuchen, Honigwein und Souvenirs. 

10. Quebec in Kanada: Hier geht es sportlich zu

Kostümiert Ski fahren? Das gibt es beim größten Winterkarneval der Welt in Kanada. Mehr als eine Million Besucher kommt jährlich in die Gemeinde Quebec, um zehn Tage lang gemeinsam zu feiern – meistens im Schnee und bei unter null Grad.

Anstatt nur zu feiern, gehen die Jecken es hier aber etwas sportlicher an: Sie bauen gemeinsam verrückte Schneeskulpturen oder treten beim Seifenkistenrennen, beim Schlauchbootfahren oder beim Kanurennen gegeneinander an. Im Anschluss heißt es dort aber dann auch: Prost!