Die Passagiere hatten sich auf eine entspannte zweiwöchige Karibik-Kreuzfahrt gefreut. Doch stattdessen gab’s Norovirus-Alarm auf der „Caribbean Princess“. Das Schiff der Princess Cruises brach die Kreuzfahrt daraufhin ab, es kehrt nach Port Everglades zurück.

Inzwischen sind nach einem Bericht von „USA Today“ 299 Passagiere und 22 Crew-Mitglieder krank und klagen über Brechreiz und Durchfall. Das Magazin beruft sich dabei auf Zahlen der US-Behörde „Centers for Disease Control and Prevention“. Das Kreuzfahrtschiff hat Platz für 3.142 Passagiere und 1.200 Crew-Mitglieder.

Das Schiff wird am Donnerstag in Port Everglades erwartet – die Behörden von Trinidad und Tobago hatten der „Caribbean Princess“ wegen des Krankheitsausbruchs das Einlaufen verweigert. „Dies ist eine höchst ungewöhnliche Entwicklung, und wir können die Enttäuschung unserer Gäste nachvollziehen“, so die Reederei in einer Erklärung, die „USA Today“ vorliegt. 

„Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Gäste und der Besatzung haben jedoch für uns höchste Priorität, daher wurde in diesem speziellen Fall als Vorsichtsmaßnahme beschlossen, die Kreuzfahrt abzubrechen.“

Nach der Rückkehr soll das Schiff gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Alle Gäste sollen 50 Prozent des Reisepreises zurückerhalten sowie einen Rabatt auf mögliche weitere Kreuzfahrten mit der Reederei.

Auch die „Diamond Princess“ steht wegen Coronavirus unter Quarantäne

Die „Caribbean Princess“ ist nicht das einzige Schiff der Reederei mit einem Krankheitsausbruch. An Bord der „Diamond Princess“ ist das neuartige Coronavirus ebenfalls ausgebrochen – das Schiff liegt seit mehr als einer Woche in Quarantäne vor Japan. 

Virus an Bord eines Kreuzfahrtschiffes kann sich schnell verbreiten

An Bord von Kreuzfahrtschiffen können sich Infektionen sehr schnell verbreiten, daher sind Reedereien in Fällen wie dem Noro- oder jetzt auch dem Coronavirus-Auftreten wachsam und arbeiten mit dem US-amerikanischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen.