1. Politische Sperrmüll-Straßenkunst

Sperrmüll landet oft auf Kreuzberger Gehwegen. Manche alte Möbel tragen aber auch eine politische Botschaft. Der Sprayer Sozi36 verwandelt insbesondere Matrazen gerne in Straßenkunst. Mal schimpft er über Donald Trump, mal über Rassismus in Deutschland und manchmal über die Wohnungspolitik.

Seine Botschaften unterschreibt er mit „SOZi36“, in Anlehnung an den ehemaligen Berliner Postzustellbezirk Südost 36, oder auch SO36. Dort ist der Sprayer besonders viel unterwegs.

Sozi36 kritisiert deutsche Außenpolitik – hier auf dem Sperrmüll in der Reichenberger Straße.

2. Mystery-Chairs, die durch Kreuzberg reisen

Apropos Sperrmüll – fast schon mystisch wird dein Tag in Kreuzberg, wenn du einen alten Sessel plötzlich wieder an einer anderen Stelle auftauchen siehst. Es scheint, als hätten die einsamen Möbel auf der Straße ein Eigenleben.

Wer hat sie von hier nach dort gebracht? Oder gibt es ihn etwa doppelt? So richtig kann sich das keiner erklären. Wandelnde Möbel sind aber sicherlich recht selten und wenn, dann in Kreuzberg zu beobachten.

Auf geheimnisvolle Weise scheint dieser Stuhl durch Kreuzberg zu reisen.

3. Kork-Männchen auf Straßenschildern

Auf einigen Straßenschildern in Kreuzberg turnen aufmunternde Korkmännchen. Jedes von ihnen ist ein Original, soll Freude und Glück bringen und verschwindet irgendwann wieder, je nach Wetterbedingung.

Die ersten sogenannten „Street-Yogis“ wurden von dem Heilpraktiker und Yoga-Lehrer Josef Foos geschaffen. Anhand einer Bastelanleitung samt Tipps für die Anbringung, die Foos hier online bereitstellt, kann jeder, der ein paar Yoga-Übungen kennt, die Männchen kreieren.

An der Glogauer Straße Ecke Reichenberger Straße turnt ein Street-Yogi. Wie lange er dort posieren wird oder posierte, weiß man nicht.

4. Single-Shoes am Straßenrand

Nicht nur Möbel, auch Kleidung findest du oft auf Kreuzbergs Straßen. Hast du schon den einen oder anderen einsamen Schuh entdeckt? Fast schon wie unfreiwillige Straßenkunst stehen sie da, verlassen am Wegesrand, auf Fensterbalken oder unter Wartebänken.

Was ist wohl mit ihren Doppelgängern passiert? Wer hat sie verloren oder wurden sie bewusst ausgesetzt? Bei ihrem Anblick kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen und in den Straßen von Kreuzberg die verrücktesten Geschichten erleben.

Was mit seinem Partner wohl passiert ist? Dieser einsame Schuh fristete sein Dasein für eine geraume Zeit in der Manteuffelstraße.

5. Schuhpaare an der Kreuzberger Feuerwache

Auch hängenden Schuhen wirst du in Kreuzberg begegnen. Aber nicht nur denen, die auf Laternenmasten, Straßenschildern und in Bäumen baumeln, wie in so vielen Städten der Welt.

Die Fassade der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzberg in der Wiener Straße neben dem Görlitzer Bahnhof zieren immer wieder neue Schuhpaare. Gesponsert werden sie von Kindern aus Kitas und Grundschulen, die dort richtiges Verhalten bei Bränden erlernen.

Sobald die Feuerwehrfahrzeuge mit Drehleiter vorgeführt werden, geht es für die Schühchen in die Höhe.

Manchmal sind sie da, manchmal nicht. An der Kreuzberger Feuerwache hängen immer wieder neue Kinderschuhe.

6. Landluft mitten in Kreuzberg

In Kreuzberg, mitten in Berlin, kannst du sogar dort Landluft schnuppern, wo du es am wenigsten erwartest. Versteckt am ruhigeren Ende der sonst trubeligen Adalbertstraße, die vom Kottbusser Tor bis zur Köpenicker Straße an der Spree führt, tummeln sich Ponys, Hühner und Ziegen in einem Hinterhof.

Hier am Bethaniendamm liegt ein der Kreuzberger Kinderbauernhof. Wenn du die große Wandmalerei einer Pfeife rauchenden Kuh an einer Hauswand entdeckt hast, solltest du die Landluft bereits in der Nase haben.

Der Kinderbauernhof am Mauerplatz befindet sich in der Adalbertstraße, die eigentlich für zahlreiche Kneipen und Restaurants bekannt ist.

7. Lustige Mülleimer

Zugegeben, diese kleine Sehenswürdigkeit gibt es nicht nur in Kreuzberg, sondern auch in anderen Bezirken Berlins. Aber wenn wir schon dabei sind, schenk doch auch den Mülleimern der Berliner Stadtreinigung hin und wieder deine Aufmerksamkeit. Sie haben schon so manchen schmunzeln lassen.

Auf den großen orangenen Eimern am Straßenrand kannst du zum Beispiel „Dustbin Bieber“ lesen, „Eimer ist immer der Arsch“,„Im nächsten Leben werde ich Briefkasten“ oder „Danke für die Hot Dogs – Hundegeschäft eintüten, einwerfen, fertig“.

Eine Sammlung der schönsten Eimer findest du hier.

Eine Würstchenbude für Hundekot: Die Berliner Stadtreinigung setzt auf lustige Sprüche.