„Diamond Princess“: Zahl der Coronavirus-Fälle verdoppelt sich

Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff: Fälle fast verdoppelt!

Die „Princess Diamond“ liegt derzeit im Hafen von Yokohama in Quarantäne: An Bord werden immer mehr Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Heute hat sich die Zahl auf 136 fast verdoppelt.

Passagiere mit Mundschutz auf ihrem Balkon auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“, das sich unter Quarantäne befindet.
Die Passagiere auf der „Diamond Princess“ müssen noch mindestens neun weitere Tage in Quarantäne auf dem Schiff bleiben.

Foto: imago images/Kyodo News

Seit einer Woche harren die rund 3.600 Passagiere und Mitarbeiter an Bord der „Diamond Princess“ in Japan aus. Seitdem bei einem Passagier, der das Schiff in Hongkong verlassen hatte, das Coronavirus diagnostiziert worden ist, befindet sich das gesamte Schiff unter Quarantäne.

Dort steigt die Zahl der Erkrankten stetig an: Von 70 Passagieren, die sich dem gestrigen Stand zufolge mit dem neuen Virus infiziert hatten, verdoppelte sich die Zahl heute fast auf 136 bestätigte Fälle. Wie die „Japanese Times“ berichtet, will die Regierung nun Dutzende ältere Passagiere testen und mögliche Probleme mit der Hygienekontrolle des Schiffs untersuchen. 

Da es schwer sei, alle Personen an Bord zu testen, priorisiere man alte Menschen und solche mit potenziellen Symptomen, erklärte der leitende Kabinettsekretär Yoshihide Suga. Bis heute wurden nur etwa ein Zehntel der Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff getestet. Die Quarantäne soll bis mindestens zum 19. Februar 2020 andauern.

Passagiere auf Coronavirus-Schiff bekommen Reise erstattet und Gutscheine

Für die Strapazen sollen die Passagiere an Bord des Schiffs übrigens entschädigt werden. Sie bekommen die Kosten für ihre Reise komplett erstattet – darunter neben der Kreuzfahrt selbst auch für die Anreise per Flieger, Hotelübernachtungen, Transfers, bereits bezahlte Landausflüge und Trinkgelder. Außerdem werden die an Bord anfallenden Kosten ebenfalls nicht berechnet. 

Für künftige Kreuzfahrten mit Princess Cruises erhalten die Betroffenen ein Guthaben in Höhe des Preises, den sie für diese Kreuzfahrt gezahlt haben. Das teilte die Reederei am Sonntag mit. Für viele Passagiere dürfte das nur ein schwacher Trost sein: Einige sagten gegenüber britischen Medien, sie würden sich auf dem Schiff „wie in einem Gefängnis“ fühlen.

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