Coronavirus: Kreuzfahrt-Passagiere in Hongkong dürfen von Bord

Coronavirus: Kreuzfahrt-Passagiere in Hongkong dürfen von Bord

Tagelang mussten die rund 3.600 Passagiere und Mitarbeiter auf dem Kreuzfahrtschiff „World Dream“ im Hafen von Hongkong ausharren. Am Sonntag dürfen sie endlich von Bord – die Quarantäne ist überstanden.

Das Kreuzfahrtschiff „Dream World“ lag während der Quarantäne am Kai-Tak-Cruise-Terminal in Hongkong.
Seit Mittwoch liegt die „Dream World“ im Hafen von Hongkong.

Foto: imago images/ZUMA Press/Miguel Candela

Das Warten hat ein Ende: Die Passagiere und Mitarbeiter auf der „World Dream“ dürfen endlich an Land gehen und zu ihren Familien zurück. Nach mehr als vier Tagen unter Quarantäne können sie das Kreuzfahrtschiff heute verlassen. Das berichtet die „South China Morning Post“.

Alle Proben von Crew-Mitgliedern, die während einer vorausgegangenen Kreuzfahrt potenziell mit acht Coronavirus-Erkrankten Kontakt gehabt haben könnten, seien negativ auf das Coronavirus getestet worden, teilte das örtliche Gesundheitsamt mit. Damit seien alle Maßnahmen der Quarantäne abgeschlossen. 

Für rund 1.800 Passagiere und noch einmal so viele Mitarbeiter bedeutet das nun: Sie können endlich wieder an Land. Vor einer Woche war das Kreuzfahrtschiff in Hongkong ausgelaufen und hatte sich auf den Weg nach Taiwan gemacht. Doch stattdessen legte es am Mittwoch wieder an Hongkongs Kreuzfahrtterminal Kai Tak an: Die taiwanesischen Behörden hatten das Schiff abgewiesen, nachdem herausgekommen war, dass dort bei einer früheren Kreuzfahrt von Hongkong nach Vietnam Passagiere, die mit dem Coronavirus infiziert waren, an Bord waren.

Kreuzfahrtschiff „Princess Diamond“ noch immer unter Quarantäne

Weniger Glück haben die Passagiere auf der „Princess Diamond“ vor Japan. Das Luxus-Kreuzfahrtschiff befindet sich bereits seit Montag unter Quarantäne, immer weiter steigt die Zahl der Coronavirus-Patienten an Bord. Mittlerweile liegt die Zahl der Menschen mit Coronavirus-Infektion auf dem Kreuzfahrtschiff bei 70, am Samstag kamen der Reederei Princess Cruises zufolge sechs Fälle hinzu.

Die rund 3.700 Personen an Bord müssen noch bis mindestens zum 19. Februar auf dem Schiff bleiben, wie die Reederei mitteilt. „Unsere Gäste und Crew an Bord der ‚Diamond Princess’ liegen zurzeit im Fokus unserer gesamten globalen Organisation, und alle unsere Herzen sind bei jedem Einzelnen von ihnen“, heißt es in dem Statement. Die Reederei arbeite eng mit dem japanischen Gesundheitsministerium zusammen, und das Schiff habe zusätzliche Medikamente erhalten. 

Um die Menschen an Bord bei Laune zu halten, erweitert die Reederei ständig das TV-Programm in den Kabinen. Außerdem haben die Gäste Zugriff auf Fitness-Videos, darunter Yoga und Tai-Chi. Wer durch die außergewöhnliche Situation Stress erleide, kann per Kabinentelefon mit ausgebildeten Beratern sprechen. 

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