Sturmtief „Sabine“ sorgt für Störungen im Bahn- und Flugverkehr. Noch bis Dienstag sollen Reisende die Auswirkungen des Tiefs zu spüren bekommen.

Was bringt uns Sturmtief „Sabine“?

Das Orkantief „Sabine“ zieht von Schottland zur Westküste Norwegens, seine Ausläufer bringen schweren Sturm nach Deutschland. Von Nordwesten kommen heftige Regenfälle mit Sturmböen, die in der Nacht zu Montag ihren Höhepunkt erreichen sollen. Darüber informiert der Deutsche Wetterdienst. Auch Orkanböen seien dann möglich. Im Süden Deutschlands soll der Sturm in der zweiten Nachthälfte und am Montagmorgen seinen Höhepunkt erreichen. 

Bereits am Sonntagmorgen frischte der Wind an der Nordseeküste und auf den Inseln auf. Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurde mit 177 Kilometern pro Stunde die Höchstgeschwindigkeit gemessen, berichtet die „Welt“. Dazu gab es vielerorts Starkregen und Gewitter.

Und die stürmischen Zeiten sind noch nicht vorbei: Auch am Montag werden Sturmböen erwartet, an der Nordsee droht eine Sturmflut. Für die komplette südliche Hälfte des Landes gilt die zweithöchste Warnstufe.

Deutsche Bahn: Bundesweit fallen alle Züge im Fernverkehr aus

Die Deutsche Bahn informierte am Sonntagmorgen bereits über erste Zugausfälle im Fernverkehr. Ab 18 Uhr am Sonntagabend wurde der Fernverkehr bundesweit nach und nach eingestellt. Zahlreiche Reisende strandeten an Bahnhöfen, obwohl die Bahn bereits im Vorfeld dazu geraten hatte, Fahrten auf Samstag oder nach Dienstag zu verschieben. 

Bahnkunden können sich unter der kostenlosen Hotline 08000 99 66 33 über die aktuelle Verkehrslage informieren.

Bis mindestens 10 Uhr am Montagmorgen fahren weiterhin keine Fernverkehrszüge. Derzeit kontrolliert die Bahn Streckenabschnitte, die nicht mehr vom Sturm beeinflusst werden. Danach soll der Fernverkehr nach und nach wieder aufgenommen werden. Trotzdem: Verspätungen und Zugausfälle werden sich durch den ganzen Tag ziehen.

Sturmtief „Sabine“ behindert Zugverkehr in zahlreichen Bundesländern

Auch der Regionalverkehr ist in vielen Bundesländern gestoppt und kommt ebenfalls erst im Laufe des Tages wieder zum Rollen. Aufgrund entwurzelter Bäume waren schon am Sonntag viele Strecken gesperrt. Mittlerweile sind die Gleise in Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wieder. Trotzdem komme es weiterhin zu verspäteten Zügen und Zugausfällen, so die Bahn.

In Bayern stehen derzeit noch alle Züge still. Im Laufe des Tages sollen Erkundungsfahrten durchgeführt werden, um die Lage neu zu bewerten und bei Entwarnung den Verkehr wieder aufzunehmen. Auch in Hessen, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind noch einige Strecken zum Teil gesperrt, diese werden derzeit untersucht und sollen im Laufe des Tages wieder befahrbahr sein. 

Zugausfälle und Verspätungen bei der Bahn: Was passiert mit meinem Ticket?

Insgesamt rechnet die Deutsche Bahn mit „erheblichen Beeinträchtigungen“. Das Unternehmen empfiehlt Bahnreisenden deshalb, für Sonntag, Montag oder Dienstag geplante Fahrten auf einen anderen Tag zu verschieben. Bereits gebuchte Tickets für Fahrten in diesem Zeitraum behalten bis mindestens Dienstag, den 28. Februar, ihre Gültigkeit und können bis dahin flexibel genutzt werden.

Alternativ können Betroffene ihre Tickets kostenfrei mithilfe eines Online-Formulars stornieren. Sie können auch ihre Sitzplatzreservierungen kostenfrei umtauschen. In jedem Fall sollten sich Reisende vor der Fahrt zum Bahnhof über den aktuellen Status ihrer Reiseverbindung informieren.