Vielleicht kennst du das auch: Diese diffuse Angst, dass du deine Zimmerkarte entweder im Hotelzimmer oder in deiner Kabine vergessen hast oder dass du sie bei deinen diversen Tagesaktivitäten verlierst. Damit könnte bald Schluss ein – zumindest, wenn du auf eine Kreuzfahrt mit der neuen Reederei Virgin Voyages gehst.

Denn dort wirst du nicht nur keinen Kindern an Bord begegnen– die sollen im Namen der Ruhe und Entspannung nämlich nicht mitreisen –, sondern auch keinen Zimmerkarten. Stattdessen hat das Unternehmen von Milliardär Richard Branson, der die Virgin-Gruppe mit Töchtern wie Virgin Music und Virgin Atlantic gegründet hat, „smarte“ Armbänder entwickelt. 

Kreuzfahrt-Anbieter Virgin Voyages entwickelt „smartes“ Arband statt Zimmerkarte

Sie sind mit einem kleinen Chip ausgestattet, der es den Reisenden ermöglicht, mit dem Armband ihre Kabinen aufzuschließen. Gleichzeitig soll das Armband den Boarding-Prozess beschleunigen. Passagiere können damit außerdem an Bord ihre Einkäufe, Getränkerechnungen und die Spielautomaten im Casino bezahlen.

Jeder Passagier bekomme das Armband vor der Kreuzfahrt zugeschickt und dürfe es danach als Andenken behalten, heißt es in einem Statement von Virgin Voyages. Als erstes Schiff schickt das Unternehmen im Frühling dieses Jahres die „Scarlet Lady“ auf die Weltmeere. Damit diese zumindest von einem Teil der Mengen an Plastikmüll befreit werden, besteht jedes Armband aus recyceltem Plastik. 

Das Nylonband kommt nämlich von der Firma Bionic Yarn. Diese verwandelt Plastikmüll aus dem Meer und von Küstenregionen in haltbare Garne. Ein Kreuzfahrt-Armband besteht beispielsweise aus sechs Milligramm recyceltem Plastik – das entspricht etwa einer halben Plastikflasche.