Im Zug ist es für die meisten Reisenden ein No-Go: stark riechende Gerichte mitbringen und verzehren. Daher klingt das hier auch eher nach einem Reise-Horror: Du hast es dir gerade im Flugzeugsitz bequem gemacht – da packt dein Sitznachbar einen Döner aus. Der Geruch nach fettigem Fleisch, Zwiebeln und Knoblauch wabert durch die Kabine. Und du hast natürlich keine Möglichkeit, kurz mal durchzulüften. 

Trotzdem hat die Lufthansa-Tochter Eurowings das beliebte Fast-Food-Gericht ins Bord-Menü aufgenommen. Die Passagiere der Billig-Airline können ab sofort neben belegten Brötchen und Schokoriegeln auch Döner bestellen. Das teilt das Unternehmen auf Twitter mit: 

Döner im Flugzeug? Nur ohne Knoblauch!

Ein Blick auf die Zutatenliste verrät aber: Der große Gestank bleibt (hoffentlich) aus. Statt Zaziki kommt nämlich Ziegenfrischkäse aufs Brot, als Füllung werden lediglich Hähnchenfleisch, Krautsalat und Tomatenscheiben aufgeführt. Keine Spur von geruchsintensiven Zwiebeln oder Knoblauch. Das freut natürlich die Mitreisenden – was deine Geschmacksknospen von der Light-Variante halten, musst du wohl selbst probieren.

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Auf Twitter sorgt die Ankündigung übrigens schon für ordentlich Diskussionsstoff: Ob so ein Drehspieß an Bord nicht gefährlich sei, fragt etwa ein User. Die Antwort der Airline: Der Döner wird schon am Boden frisch zubereitet. Wie man den Döner einigermaßen elegant essen soll, ohne dass der komplette Inhalt in den Schoß des Nachbarn fällt? Darauf gab es noch keine Antwort.

Das kostet die Dönertasche über den Wolken

Ganz billig ist der Snack nicht: Für eine Dönertasche zahlen Passagiere sechs Euro. Mit deinem Lieblingsdöner von der Bude um die Ecke kann dieser Preis vermutlich nicht mithalten. Immerhin: Satt wirst du von der Fladenbrottasche bestimmt.

Auf allen Flügen gibt es die neue Mahlzeit aber nicht: „Der Döner fliegt auf dem Großteil des Kurz- und Mittelstreckennetzes. Ausgenommen sind lediglich – durch die kurze Flugzeit bedingt – Inlandsflüge sowie sogenannte Superkurzstrecken“, teilt eine Eurowingssprecherin auf reisereporter-Nachfrage mit.

Auf diesen Strecken sei es zeitlich nicht möglich, die Döner in den Öfen zu erhitzen und entsprechend heiß zu servieren, sodass auf das Angebot verzichtet werde.