Ein Spaziergang durch die Jahrhunderte im Museum of Islamic Art

Das markante Gebäude des Museum of Islamic Art (MIA) in Qatars Hauptstadt Doha wurde vom Stararchitekten I.M. Pei entworfen. Die Ausstellung im Inneren zeigt einige der schönsten Kunstwerke und -objekte aus der islamischen Welt, die dem Museum sein Renommée als eine der weltweit führenden kulturellen Einrichtungen verschafft hat.

Besucher schlendern durch 14 Jahrhunderte islamischer Geschichte und bestaunen preisgekrönte Kollektionen – von Gemälden über Glas- und Metallarbeiten bis hin zu Keramik, Textilien und Manuskripten. Das oberste Stockwerk des MIA beherbergt das Fine-Dining-Restaurant IDAM, das vom französischen Koch Alain Ducasse geführt wird. 

Das Museum of Islamic Art bietet einen tollen Blick auf die künstlerische Seite der Stadt.

Den Kataris über die Schulter geschaut

Embrace Doha wurde von Einheimischen ins Leben gerufen, die Besuchern die katarische Geschichte und Kultur sowie typische Gepflogenheiten näherbringen wollten. Du hast dort die Möglichkeit, aus verschiedenen Workshops zu den Themen Business-Etikette, Kultur, Familie oder Ramadan auszuwählen.

Die Einführungen dauern zwei bis vier Stunden und umfassen mitunter auch ein authentisches katarisches Buffet, eine Kostprobe des arabischen Kaffees „Gahwa“ sowie das Verzieren der Hände mit Henna in einem traditionellen, „Majlis“ genannten Sitzbereich.

Die Atmosphäre im Souq Waqif aufsaugen

Die quirligen Gassen des Marktes Souq Waqif geben einen authentischen Einblick in Qatars Kultur, Architektur und Geschichte als Handelsnation. Zahlreiche kleine Geschäfte und Marktstände verkaufen eine breite Vielfalt an Waren aus dem Nahen Osten – von Gewürzen, Datteln und Nüssen über Parfüm und Schmuck bis hin zu Kleidung und handgefertigten Souvenirs.

Bei einem Zwischenstopp in einem der Cafés lassen sich die besondere Atmosphäre des Marktes, Musik sowie Kulturshows innerhalb des Souqs entspannt genießen. Ein bunter Mix an Restaurants bietet kulinarische Leckerbissen aus aller Welt – ob katarisch, asiatisch oder nordafrikanisch.

Im Souq befinden sich zudem Kunstgalerien, ein Falkenmarkt, ein Besucherzentrum und das allererste Hotel Qatars: im Bismallah Hotel, in den 1950er Jahren erbaut, übernachten heute eher wohlbetuchte Gäste. Der Souq lässt sich am besten in den frühen Abendstunden besuchen, wenn die Sonne über der Skyline versinkt und die nahegelegene Moschee anstrahlt.

Souq Waqifs Straßen sind immer belebt.

Über Falken, die einen eigenen Pass besitzen

Die Falknerei ist über 5.000 Jahre alt und wurde von Beduinenstämmen nach Qatar gebracht, die die Vögel zur Jagd nutzten. Auch heute noch erfreut sich der Sport großer Beliebtheit, besonders bei Söhnen, die ihre Väter in die Wüste begleiten und dort die Kniffe der Falkenbeize lernen, während sie sich gleichzeitig in Selbstdisziplin und Geduld üben.

Im Souq Waqif in der Hauptstadt befindet sich ein Falkenbasar sowie ein Falkenkrankenhaus. Die Verkaufspreise für die Greifvögel beginnen bei 5.000 Qatar Riyal (etwa 1.175 Euro), wobei ein Falke mit besonderer Farbgebung schnell bis zu einer Million Ktar Riyal (etwa 235.000 Euro) kosten kann. Außergewöhnliche Vögel haben sogar einen eigenen Pass, um sicherzustellen, dass sie nicht gestohlen oder außer Landes gebracht werden.

Falknerei ist ein beliebtes Hobby in Qatar.

Ein Besuch im Kulturdorf Katara

Zwischen Dohas Stadtteilen West Bay und The Pearl gelegen, vereint das Kulturdorf Katara Theater, Moscheen, Kunstgalerien und ein Amphitheater, in dem bis zu 5.000 Personen Platz finden. Es verdankt seine besondere Akustik der klassischen griechischen Bauweise. Weiterhin gehören ein öffentlicher Strand mit diversen Wassersportangeboten und eine Auswahl an Restaurants zum Angebot des Kulturdorfs. Ein Besuch lohnt von 11 bis 14 Uhr oder 17 bis 23 Uhr.

Ein Tag auf der Kamelrennbahn

Professionelle Kamelrennen zählen zu den Lieblingssportarten der Scheichs. Auf der Al-Shahaniya Kamelrennbahn, etwa eine Autostunde nördlich von Doha, finden jeden Freitag von Oktober bis Februar Kamelrennen statt, wobei die namhaftesten Wettbewerbe im März und April folgen: Dann wartet das begehrte „Goldene Schwert“ auf den Gewinner. Die Kamele werden von ferngesteuerten Roboterjockeys geritten – somit vereint auch dieses Spektakel eine jahrhundertealte Tradition mit moderner Technologie.

Fort Zubarah entdecken

Al Zubarah war einst eine blühende Küstenstadt am Arabischen Golf, die im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert als Zentrum des Perlenhandels fungierte, bevor sie 1811 zerstört und verlassen wurde. Heute gehört das Gebiet zu einem der umfassendsten und am besten erhaltenen Beispiele von Siedlungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert in der Region. Die aufwendig renovierte Festung der Stadt wurde als erster Ort in Qatar 2013 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Heute ist die Stätte ein Besucherzentrum und Museum, das dir Einblicke in die Geschichte der Golfregion vor der Entdeckung von Öl und Gas gibt.

Ein Segeltörn entlang der Skyline von Doha

Besonders zum Sonnenuntergang empfiehlt sich eine Fahrt mit einer Dhau, dem traditionellen hölzernen Segelschiff, auf den ruhigen Gewässern des Arabischen Golfs, um das Panorama der erleuchteten Skyline zu bestaunen. Die Boote, die ein langer dünner Rumpf kennzeichnet, spielten eine wichtige Rolle in der Handelshistorie von Qatar und wurden früher hauptsächlich zum Warentransport genutzt – ob Früchte, Süßwasser oder Handelsgüter.

Heutzutage sind die Dhauen mit Lichterketten dekoriert und geleiten Besucher im Rahmen von Halbtages-, Tages- oder Sonnenuntergangsausflügen entlang der Skyline von Doha, während an Bord meist ein Barbecue serviert wird. Bei der Organisation eines Segeltörns sind die Hotels vor Ort oder führende Reiseveranstalter gerne behilflich.

Einreise leicht gemacht

Reisende aus über 87 Ländern können ohne Visum nach Qatar einreisen. Die nationale Fluggesellschaft Qatar Airways fliegt Doha täglich von Frankfurt, München und Berlin sowie auch von Wien, Zürich und Genf an.

Weitere Informationen über Land und Leute erhältst du auf der Website des Fremdenverkehramtes von Qatar.