Immer mehr Coronavirus-Fälle auf Quarantäne-Kreuzfahrtschiffen

Immer mehr Coronavirus-Fälle auf Quarantäne-Kreuzfahrtschiffen

Es fühle sich an „wie ein Gefängnis“: Seit Tagen sitzen Tausende Menschen auf zwei Kreuzfahrtschiffen in Japan und Hongkong fest – und es werden immer mehr Coronavirus-Fälle an Bord nachgewiesen.

Seit Tagen steht das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne, inzwischen sind mehr als 60 Coronavirus-Fälle an Bord nachgewiesen worden.
Seit Tagen steht das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne, inzwischen sind mehr als 60 Coronavirus-Fälle an Bord nachgewiesen worden.

Foto: imago images/Kyodo News

Niemand darf von Bord: Tausende Menschen sitzen auf zwei Kreuzfahrtschiffen vor Hongkong und der japanischen Hafenstadt Yokohama fest. Die beiden Schiffe stehen wegen der Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne.

Auf der „Diamond Princess“ sitzen rund 3.700 Menschen fest, dort wurde inzwischen bei 61 Menschen das neue Virus nachgewiesen. Bis Freitag kamen 41 neue Patienten hinzu – sie sollen zum größten Teil aus Japan stammen, aber auch aus den USA, Australien, Kanada, Argentinien und Großbritannien, berichtet die „Japan Times“.  

Auf dem Schiff „World Dream“ vor Hongkong befinden sich etwa 1.800 Passagiere und 1.800 Crew-Mitglieder, die nicht von Bord gehen können, berichtet das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. Auch dort wurden Coronavirus-Fälle nachgewiesen.

Infizierte Patienten werden vom Schiff gebracht, unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen.
Infizierte Patienten werden vom Schiff gebracht, unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Foto: imago images/Xinhua

Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne: Wie läuft das eigentlich ab?

Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt wird? Die Passagiere der „Diamond Princess“ und der „World Dream“ müssen für 14 Tage an Bord bleiben, bis zum 19. Februar soll der offiziell von den japanischen Behörden festgelegte Quarantäne-Zeitraum dauern.

So ist die Lage auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“

Die Reederei Princess Cruises will den Menschen an Bord die Zeit so angenehm wie möglich machen: „Die Crew wird weiter alles tun, damit sich die Gäste auch unter diesen Umständen wohlfühlen“, teilt das Unternehmen mit. Die Sicherheit und das Wohlergehen der Passagiere habe „höchste Priorität“. Es gebe an Bord auch kostenloses Internet und Telefon.

Die „Diamond Princess“ liegt in Yokohama, dort werden neue Lebensmittel und andere Güter an Bord gebracht.
Die „Diamond Princess“ liegt in Yokohama, dort werden neue Lebensmittel und andere Güter an Bord gebracht. Foto: imago images/Kyodo News

Aber: Für die Menschen ist es trotzdem eine an den Nerven zerrende Situation. „Wir können nicht einmal auf dem Schiff herumlaufen“, sagte ein Passagier dem „Guardian“. Andere sprechen davon, sich „wie in einem Gefängnis“ zu fühlen. 

Wenn bei einem Passagier das Coronavirus festgestellt wird, dann kommt der Betroffene ins Krankenhaus. Bilder aus der japanischen Stadt Yokohama zeigen, wie Infizierte unter einem blauen Zelt vom Schiff gebracht werden. 

Schiff unter Quarantäne: Was ist mit der Versorgung?

Die „Diamond Princess“ wird von Yokohama aus mit Lebensmitteln und anderen Vorräten versorgt – doch zunächst muss es einem Bericht von „n-tv“ zufolge auf See fahren, um Frischwasser zu produzieren.

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