Eigentlich hätte die dänische Fluggesellschaft Danish Air Transport (DAT) am Morgen des 14. Januar 2020 von Palermo nach Lampedusa in Italien fliegen sollen. Doch aufgrund technischer Probleme fiel der Flug aus. Die Passagiere konnten immerhin mit Entschädigungszahlungen der Airline rechnen, da technische Pannen nach dem EU-Fluggastrecht nicht als außergewöhnliche Umstände gelten. 

Jack ist der erste Hund, der für Flugausfall entschädigt wird

Unter den Passagieren war auch Hund Jack. Wie die menschlichen Mitreisenden hatte er korrekt ausgefüllte Papiere und wurde sogar rechtlich von einem Anwalt vertreten. Deshalb muss DAT nun auch ihm eine Entschädigung in Höhe von 250 Euro zahlen. Das Flugticket für das Tier hatte 27 Euro gekostet. Jack ist offiziell der erste Hund, der eine Entschädigung gemäß der EU-Fluggastrechte-Verordnung 261 bekommt.

Sehr zum Frust von Airline-Chef Jesper Rungholm. „Es ist wirklich ein Witz“, sagt er gegenüber dem Branchenmagazin „Aerotelegraph“. EU 261 sei ein Desaster, schimpft er. Er fordert eine Revision.

Denn bislang sei nicht geregelt, dass es sich bei einem Passagier, der Entschädigungsansprüche geltend macht, um einen Menschen handeln muss. Als Nächstes warte er auf die Beschwerde, warum bei Verspätungen keine Hundefutter- und Wassernäpfe bereitgestellt würden, scherzt Rungholm.