Zwischen Rostock und Stralsund liegt eine der schönsten Küstenregionen der Ostsee. Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst besteht zum größten Teil aus dem Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ und war früher vom Festland getrennt: Im 14. und 19. Jahrhundert schloss man die Flutrinnen.

So entstand aus den drei Inseln Fischland, Darß und Zingst eine Halbinsel. Zingst im östlichsten Teil ist der größte Ort auf der Halbinsel, die gerade mal 45 Kilometer lang ist. Das Ostseeheilbad weist eine lange Geschichte auf, Zingst ist aber weit mehr als nur ein typischer Kurbadeort an der deutschen Küste. Hier gibt’s Kunst, Kraniche, Kultur und vieles mehr. 7 Highlights, die du auf Zingst erleben musst.

1. Den Ostseestrand auskosten

Vom Seefahrerdorf zum Ostseeheilbad: Früher war Zingst ein verschlafenes Nest, in dem nur eines zählte: Die Männer stachen bis ins ausgehende 19. Jahrhundert in See, die Frauen warteten auf ihre Rückkehr.

Heute erinnert noch vieles an die Seefahrertradition von einst. Häuser und Straßen tragen maritime Namen, vom Achtern Diek bis zum berühmten Seeräuber Störtebeker. Um 1880 begann dann der Tourismus.

Verbringe wundervolle Stunden am Ostseestrand von Zingst.


Neben Oma und Opa aus dem Harz wuseln mittlerweile auch viele junge Sonnenanbeter über den feinen, weißen Sandstrand, der in der Karibik liegen könnte, wenn sich dahinter nicht eine Dünenlandschaft erheben würde statt Palmen.

Das macht aber nichts, denn über eine Länge von sechs Kilometer hat der Sandstrand des Ostseebads Zingst jede Menge drauf: eine lange Seepromenade, eine lässige Surfschule und coole Strandbars genauso wie Abschnitte für FKK-Freunde, Hundebesitzer und Naturliebhaber. Denn der östliche Bereich ist komplett naturbelassen und geht über in ein Naturschutzgebiet.

Im westlichen Bereich findest du einen Campingplatz, er heißt „Am Freesenbruch“. Das lohnt sich im Sommer, wenn die meisten Hotels in Zingst ausgebucht sind. Jung ist auch das Sommerprogramm: Auf der Festwiese in Zingst spielen beispielsweise Fettes Brot am 23. Juli 2020 und Max Giesinger am 31. Juli 2020.


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2. Auf der Seebrücke abhängen

Das Herz des Seebades ist die Seebrücke. Die ist 270 Meter lang und relativ neu: Erst im Jahr 1993 wurde sie erbaut, nachdem der alte Steg zu marode war und ersetzt werden musste. Hier befindest du dich mitten im Geschehen.

Vor allem zum Sonnenuntergang ist der Blick wunderbar. Den Sundowner trinkst du dann entweder klassisch im „Restaurant Seebrücke“ oder lässig in der Strandbar „Zuckerhut“. Hier tanzt zu barfuß im Sand oder schlürfst im Liegestuhl einen Cocktail unter Palmen.

Am Ende der Zingster Seebrücke wartet das nächste Highlight: Hier schwebt die Tauchgondel von Zingst, mit der du einen Tauchgang in die Ostsee wagen kannst. Wenn es das Wetter und der Seegang erlauben, können bis zu 30 Personen gleichzeitig in die Gondel steigen und in die Ostsee abtauchen, um zu erforschen, was unter der Wasseroberfläche liegt.

Durch ihre Tauchgondel am Kopf ist die Seebrücke in Zingst einen Besuch wert.


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3. Fahrradtour durch die Küstenlandschaft

Zwischen Meer und Bodden entdeckst du auf Fischland-Darß-Zingst eine einmalige Natur. Die Vorpommersche Boddenlandschaft gilt als einzigartig und hat einen spannenden Mix: eine einzigartige Küstenlinie genauso wie ein großes Waldgebiet.

Im Osten endet die Halbinsel zudem in einem Wattgebiet. Hier liegt Pramort, ein Gebiet mit den höchsten Küstendünen an der deutschen Ostseeküste. Besonders beeindruckend sind die verschiedenen Aussichtsplattformen, von denen du eine umwerfende Aussicht auf Windwatt und Werder-Inseln hast.

Tipp: der Ausblick von der „Hohen Düne“, die auf den letzten 500 Metern nur zu Fuß zu erreichen ist.

Um richtig in die Vorpommersche Boddenlandschaft einzutauchen, lohnt es sich, ein Fahrrad auszuleihen und in die Pedale zu treten. Das Radnetzweg auf Zingst ist prima ausgebaut, sodass du über asphaltierte Deichradwege und durch grüne Nationalparksandwege radelst.

Wichtig: Wenn du dich rund um die Ostsee und die Bodden bewegst, musst du die Besonderheiten des Gebietes im Blick haben. Je nach Wetterlage können in den Gewässern Strömungen entstehen, die man nicht unterschätzen darf. Tipp: Es gibt immer wieder mal geführte Touren, bei denen Ranger, Wanderleiter oder Sporttherapeuten die Gegend aus ihrer Sicht zeigen.

Entdecke das Zingster Land zu Fuß oder auf dem Fahrrad.

4. Kraniche am Strand beobachten

Der Pramort ist die äußerste Spitze ganz im Osten der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Hier läuft ein ganz besonderes Naturschauspiel ab. Ostsee und Boddenküste sind nämlich ein wahres Paradies für Vögel. Rund 70.000 Kraniche rasten jedes Jahr zwischen Zingst und Prerow in den Flachgewässern und auf der Vogelschutzinsel Kirr.

Am Boddendeich gibt es Aussichtsplattformen, auf denen du abends den Einflug der Kraniche beobachten kannst. Vorsicht: Laute Geräusche, helle Kleidung und Blitzlichter beunruhigen die Kraniche und können sie vertreiben.

Beobachte die Kraniche in ihrer natürlichen Umgebung auf Zingst.

Das Schauspiel der Kraniche findet jedes Jahr im Herbst statt. Dann gibt es Exkursionen, die du begleiten kannst. Zum Schutz des Kranichrastplatzes ist das Gebiet östlich der Nationalparkausstellung ab dem Nachmittag für den allgemeinen Besucherverkehr gesperrt. Willst du Kraniche beobachten, musst du dir eine Nationalpark-Card (fünf Euro pro Person) kaufen.

Tipp: Jeden Tag werden ab 15 Uhr am Kontrollpunkt in der Sundischen Wiese 80 Karten für das Beobachten des abendlichen Kranicheinflugs verkauft. Ein guter Treffpunkt ist auch das Kranich-Infomobil KIM, das im Herbst westlich von Zingst an der Plattform am Deich steht. Im „Max Hünten Haus“ kannst du dir Ferngläser, Kameras und Objektive ausleihen.

5. Windsurfen, Kitesurfen & Katamaransegeln auf Zingst

Die perfekte Welle gibt es auch am Ostseestrand von Zingst. Westlich der Seebrücke treffen sich Wassersportler am Strandübergang 6. Hier kannst du windsurfen, kiten oder mit einem Stand-up-Paddle-Board in den Sonnenuntergang cruisen. In der Surfschule gibt es jede Menge Zubehör zum Ausleihen und du kannst auch verschiedene Kurse machen.

Ein besonderes Revier für Wassersportler ist die Boddenkette. Die Gewässer zwischen Halbinsel und Festland sind in den Uferbereichen meist flach. Das ist für Anfänger ideal. So kommst du ganz easy aufs Surfbrett, wenn du runtergeplumpst bist.

Egal ob Vorerfahrung im Kitesurfen oder nicht, in Zingst wirst du die perfekte Welle mitnehmen.

Wenn du es dann doch gemütlicher angehen, aber trotzdem aufs Wasser willst, kannst du dir Hafen von Zingst Ruderboote und kleine Segelboote ausleihen. Danach geht’s auf einen Drink in die „LaLa Surfbar“ – oder doch zu einem Treatment in die „Beauty Zeit Düne 6“?

6. Kunst und Kultur auf Zingst erleben

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst war aufgrund der Landschaft und Lichtverhältnisse immer schon reizvoll für Künstler. Noch heute dreht sich deshalb viel um Fotografie. Treffpunkt dafür ist das „Max Hünten Haus“ in Zingst. Dort kannst du dir Foto-Equipment ausborgen oder einen Fotografiekurs zu verschiedenen Themen belegen.

Auf dem „Olympus FotoKunstPfad" Zingst kannst du dich dann ausprobieren: Der führt zu Kunstwerken von Bildhauern, Designern, Architekten und Videokünstlern, die im ganzen Ort verteilt sind.

Eine Reise durch die Zeit machst du indes im „Heimatmuseum“ in Zingst. Hier begibst du dich auf die Spuren der alten Seefahrer. In dem alten Kapitänshaut dreht sich alles um Seefahrt, Schiffbau und Badewesen von einst.

Alle Fragen, die dir durch den Kopf gehen könnten, werden beantwortet: Wie sah es in Zingst im 19. und 20. Jahrhundert aus? Wie lebten erfolgreiche Seefahrer im 19. Jahrhundert? Wann kamen die ersten Badeurlauber?

Was wäre die Ostsee ohne Segelboote und ihre Seemänner?

7. Die Insel-Kulinarik genießen

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst hat für Foodies jede Menger zu bieten. Oft und gerne kommen lokale Spezialitäten auf den Tisch – vom fruchtigen Sanddornsorbet bis hin zum gebratenen Boddenzander.

Die Hauptrolle in der Küche spielt natürlich Fisch. Von Aal bis Zander wird alles verarbeitet, was Ostsee und Bodden hergeben. Besonders empfehlenswert sind die Restaurants „Strandkate“ und die „Zingster Stuben“.

Sanddorn - Ob als Sorbet oder Marmelade, die Beere schmeckt köstlich.

Spannend sind aber auch die Produzenten vor Ort, die ihr eigenes Ding machen. In der Senfmühle in Schlemmin siehst du, wie aus einem weißen Senfkorn würziger Senf wird, in der Ostseemühle in Langenhanshagen werden aus Kernen und Nüssen Öle und Mehle gemacht und im Salzturm von Trinwillershagen entsteht das „Darßer Urwaldsalz“.

Im Herbst finden auf Zingst die „Kulinarischen Wochen statt“. Gastronomen und Köche stellen sich dann auf dem Bio- und Erlebnismarkt des Museumshofes mit kleinen, feinen Häppchen vor. Im Sommer kannst du auch auf dem Wasser schlemmen und bei einer Abendfahrt mit der MS „Baltic Star“ Räucherfisch aus der bordeigenen Räucherei futtern – Seemannsmusik inklusive.


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