Schutz vor Coronavirus: Was Flug-Passagiere wissen sollten

Schutz vor Coronavirus: Was Flug-Passagiere wissen sollten

Das Coronavirus verbreitet sich schnell, auch Reisende sind verunsichert. Wie hoch ist das Infektionsrisiko beispielsweise an Bord eines Flugzeuges? Wie Passagiere sich verhalten sollten, liest du hier.

Ein Pilot mit Atemschutzmaske sitzt im Cockpit bei einem Flug nach Wuhan.
Ein Pilot mit Atemschutzmaske sitzt im Cockpit bei einem Flug nach Wuhan.

Foto: imago images/Xinhua

Das aus China stammende neuartige Coronavirus verbreitet sich weiter in der Welt. Es kann schwere Infektionen wie eine Lungenentzündung oder akute Atemwegserkrankungen verursachen, zu den Symptomen gehören Fieber, Husten und Atembeschwerden. Im schlimmsten Fall kann die Infektion zu Nierenversagen oder Tod führen.

Inzwischen liegt die Zahl der Coronavirus-Infizierten in China bei 14.380, mehr als 300 Menschen starben daran, berichtet das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine internationale Notlage erklärt. 

Coronavirus hat Auswirkungen auf Flug-Verkehr

Die Verbreitung des Coronavirus hat auch Auswirkungen für Reisende. Flughäfen weltweit führen Kontrollen durch und testen Passagiere sowie Crew-Mitglieder. Airlines wie Lufthansa und British Airways canceln sämtliche Flüge von und nach China

Andere Fluggesellschaften verteilen Atemschutzmasken, die Reisende und Mitarbeiter tragen können. Sind solche Maßnahmen notwendig? Und was sollten Passagiere selbst tun, um sich zu schützen, zum Beispiel an Bord eines Flugzeuges? 

So sollten sich Passagiere im Flugzeug schützen

Generell gilt folgende Regel auch bei Flugreisen: Passagiere sollten sich häufig die Hände waschen, um eine Übertragung von Viren zu vermeiden. Die Atemschutzmasken, die bei einigen Airlines angeboten werden, sollten aber nur Menschen tragen, bei denen das Coronavirus tatsächlich vermutet wird.

Dann greifen auch weitere Sicherheitsvorkehrungen, erklärt die Fluggesellschaft American Airlines dem Portal „USA Today“. Der betroffene Fluggast sollte mindestens zwei Meter von den anderen Menschen entfernt platziert werden. Nur ein Crew-Mitglied sollte sich um ihn kümmern, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. 

Trockene Luft in Flugzeugen macht es dem Coronavirus schwer

Und du solltest die Lüftung über deinem Platz im Flugzeug einschalten. Grund dafür ist der sogenannte „High Efficiency Particulate Air“-Filter (HEPA), der die Flugzeugluft beim (Wieder-)Eintritt in die Kabine säubert. Dabei werden mehr als 99 Prozent der Mikroben und Staubpartikel aus der Luft gefiltert. 

Und so kommst du mit bestimmten Mikroorganismen, über die du dich mit Krankheiten infizieren könntest, gar nicht erst in Berührung. Und der Luftfilter hilft auch beim Coronavirus, das über Tröpfchen etwa beim Husten oder beim Niesen übertragen werden kann, erklärt Malaysian Airlines in einem Facebook-Post.

Weiterer Vorteil: Die Luft in Flugzeugen ist extrem trocken, das ist dem Coronavirus nicht zuträglich und senkt die Wahrscheinlichkeit, sich an Bord zu infizieren.

Ansteckungsgefahr auf Fensterplatz am geringsten

Auch die Sitzplatzwahl kann die Ansteckungsgefahr verringern. Denn wer auf einem Fensterplatz sitzt und während des Fluges nicht aufsteht, hat die besten Chancen, nicht krank zu werden. Dort sitzen Passagiere isolierter – mit weniger fremden Menschen in direkter Nähe.

Ein Platz am Gang wäre demnach eher unklug: Dabei würdest du mit durchschnittlich 64 Personen auf nur einem Flug in Kontakt kommen, zeigte eine Studie der Emory-Universität in Atlanta. Auf dem mittleren Sitz sind es demnach durchschnittlich 58, mit zwölf Personen haben Fensterplatz-Sitzer einen deutlichen Vorteil.

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